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Medizin studieren

Wohnungssuche

Nach einem guten Jahr fällt mir in meinem kleinen WG-Zimmer nun die Decke auf den Kopf. An sich ist es ja schön, bei Außentemperaturen nahe der 30 Grad-Marke ein Zimmer zu bewohnen, in dem angenehme 19 Grad herrschen. Aber andererseits würde ich gern einen Schrank aufstellen und zum Liegestützen machen nicht immer das halbe Zimmer umräumen. Deswegen habe ich beschlossen, mich auf Wohnungssuche zu begeben.

Man nenne mich naiv, aber ich habe gedacht, das sei eine Sache von maximal ein paar Wochen. Aber es kommt ja doch immer anders als erwartet. Entweder die Mieten sind so exorbitant hoch, dass das eine geplante zweier-WG in den Ruin treiben würde, oder es hapert an anderen Dingen.

Beispielsweise unpassende Raumaufteilung: Mein zukünftiger Mitbewohner und ich verstehen uns zwar gut, aber zum Kochen wollte ich dann doch nicht sein Zimmer okkupieren müssen. Ziemlich oft bekamen wir auch zu hören: „Nee, sorry, WG is’ hier nicht gewünscht!“ Ich frage mich so langsam echt, was in anderen WGs so alles abgehen muss, dass sich bei Vermietern ein derart schlechtes Bild vom netten Zusammenleben unter Kumpels eingeprägt hat. Aber was soll’s? Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jun 3, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jun 3, 2014

Medizin studieren

Erleichtert

Ja, ich denke das trifft den momentanen Gemütszustand schon recht genau. Der Grund für dieses Wohlbefinden ist das Abhaken einer weiteren wichtigen Hürde auf dem Weg zum Endgegner Physikum. Wobei „einer weiteren“ sogar untertrieben ist, genau genommen war es die letzte Hürde in Sachen Anatomie. Den Großteil der makroskopischen Anatomie, sprich Knochen, Muskeln, Gefäße und Organe, hatten wir ja bereits in Semester zwei hinter uns gebracht. Jetzt ging es noch um Neuroanatomie, sprich Gehirn, Rückenmark und Hirnnerven. Theoretisch müsste ich jetzt also alles wissen, was die makroskopische Anatomie betrifft. Ob es wirklich so ist, werde ich n den Physikumsvorbereitungen sehen. Ein bisschen skeptisch bin ich ja schon …

Den Rest des Semesters werde ich mich überwiegend mit Mikroskopie beschäftigen. Aus Erzählungen weiß ich, dass es dabei ganz schön zur Sache geht, schließlich hat der betreffende Prof sein Fach zur „Königsdisziplin medizinischer Diagnostik“ erhoben. Ich bin gespannt!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  May 27, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
May 27, 2014

Medizin studieren

Notfallmedizin (Teil 2)

Die von der Fachschaft ins Leben gerufene „AG Notfallmedizin“, unter der Leitung des Professors für Anästhesie, organisierte eben diesen Blockkurs. An drei Tagen ging es ausschließlich um medizinische Versorgung von Notfällen. Auf welche Faktoren muss ich achten, wenn ich zu einem Notfall gerufen werde? Wie beurteile ich den Bewusstseinszustand eines Patienten? Welche Medikamente gebe ich jemandem, der einen Herzinfarkt erleidet?

Neben zahlreichen theoretischen Themen wurden allerdings auch jede Menge praktische Übungen angeboten. Wir haben beispielsweise geübt, wie man Zugänge legt. Munter steckten wir uns also gegenseitig Nadeln und Schläuche in die Arme. Außerdem haben wir Blutdruckmessen geprobt, bekamen eine Schulung im Defibrilator-Handling und übten das Intubieren. Letzteres, also das Beatmen eines Patienten, über einen in der Luftröhre steckenden Schlauch, erwies sich als besonders schwierig.

Dann mussten wir unser Können unter Beweis stellen: Laienschauspieler, die Schnittverletzungen, Polytraumata und Krampfanfälle vortäuschten, verlangten uns einiges an Schweiß, Geduld und Kraft ab.

Es war eine Erfahrung, die mich in meinem Entschluss, Arzt zu werden, einmal mehr bestärkt hat, und die ich in keinem Fall missen möchte!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  May 21, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
May 21, 2014