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Medizin studieren

Erleichtert

Ja, ich denke das trifft den momentanen Gemütszustand schon recht genau. Der Grund für dieses Wohlbefinden ist das Abhaken einer weiteren wichtigen Hürde auf dem Weg zum Endgegner Physikum. Wobei „einer weiteren“ sogar untertrieben ist, genau genommen war es die letzte Hürde in Sachen Anatomie. Den Großteil der makroskopischen Anatomie, sprich Knochen, Muskeln, Gefäße und Organe, hatten wir ja bereits in Semester zwei hinter uns gebracht. Jetzt ging es noch um Neuroanatomie, sprich Gehirn, Rückenmark und Hirnnerven. Theoretisch müsste ich jetzt also alles wissen, was die makroskopische Anatomie betrifft. Ob es wirklich so ist, werde ich n den Physikumsvorbereitungen sehen. Ein bisschen skeptisch bin ich ja schon …

Den Rest des Semesters werde ich mich überwiegend mit Mikroskopie beschäftigen. Aus Erzählungen weiß ich, dass es dabei ganz schön zur Sache geht, schließlich hat der betreffende Prof sein Fach zur „Königsdisziplin medizinischer Diagnostik“ erhoben. Ich bin gespannt!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  May 27, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
May 27, 2014

Medizin studieren

Notfallmedizin (Teil 2)

Die von der Fachschaft ins Leben gerufene „AG Notfallmedizin“, unter der Leitung des Professors für Anästhesie, organisierte eben diesen Blockkurs. An drei Tagen ging es ausschließlich um medizinische Versorgung von Notfällen. Auf welche Faktoren muss ich achten, wenn ich zu einem Notfall gerufen werde? Wie beurteile ich den Bewusstseinszustand eines Patienten? Welche Medikamente gebe ich jemandem, der einen Herzinfarkt erleidet?

Neben zahlreichen theoretischen Themen wurden allerdings auch jede Menge praktische Übungen angeboten. Wir haben beispielsweise geübt, wie man Zugänge legt. Munter steckten wir uns also gegenseitig Nadeln und Schläuche in die Arme. Außerdem haben wir Blutdruckmessen geprobt, bekamen eine Schulung im Defibrilator-Handling und übten das Intubieren. Letzteres, also das Beatmen eines Patienten, über einen in der Luftröhre steckenden Schlauch, erwies sich als besonders schwierig.

Dann mussten wir unser Können unter Beweis stellen: Laienschauspieler, die Schnittverletzungen, Polytraumata und Krampfanfälle vortäuschten, verlangten uns einiges an Schweiß, Geduld und Kraft ab.

Es war eine Erfahrung, die mich in meinem Entschluss, Arzt zu werden, einmal mehr bestärkt hat, und die ich in keinem Fall missen möchte!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  May 21, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
May 21, 2014

Medizin studieren

Krise

Ich habe mich eine Weile nicht gemeldet, weil bei mir gerade so viel passiert und ich erst mal abwarten wollte, wie alles endet.

Vor ein paar Wochen hat mich eine Krise ereilt, die bestimmt viele Studienanfänger kennen. Ich habe angefangen, mich zu fragen, ob Medizin wirklich das Richtige für mich ist. Einerseits ist das Studium vom Zeit- und Lernaufwand her ziemlich intensiv. Gleichzeitig ist es leider wenig intellektuell anspruchsvoll. Sprich: Man lernt extrem viel auswendig.

Manche Leute schaffen es, sich den ganzen Stoff sehr schnell zu verinnerlichen und haben dann trotzdem noch Zeit für Freizeitaktivitäten und Freunde, aber das ist, glaube ich, eher die Ausnahme. Ich brauche jedenfalls länger.

Gerade jetzt, wo ich mit einer Geschichtsstudentin und einem angehenden Psychologen zusammen wohne, fällt mir auf, was Leben bedeutet und dass ich im Vergleich zu meinen Mitbewohnern viel zu viel Zeit in der Bibliothek verbringe. Wenn man weiß, dass man unbedingt Ärztin werden will, kann man diese Durststrecke gut überwinden, aber wenn man sich da auf einmal nicht mehr so sicher ist, dann wird es verdammt schwierig, sich zu motivieren.

Vor zwei Wochen war ich dann kurz davor, das Studium abzubrechen, aber dann habe ich doch einen Plan B ausgeheckt: Ich verschiebe das Physikum, also das erste Staatsexamen, um ein Jahr nach hinten, sodass ich ab jetzt jedes Semester nur zwei Drittel des normal vorgesehen Stoffes machen muss. Auf diese Weise habe ich weniger Stress und mehr Zeit, mir Gedanken zu machen, ob nicht doch ein anderes Fach besser zu mir passen würde.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  May 15, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
May 15, 2014