interaktiv

Medizin studieren

Soll ich Psychologie studieren?

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

19.06.2014

Wie schon angekündigt, habe ich einen meiner Kurse, den Präpkurs, der ungefähr die Hälfte meiner momentanen Wochenstunden ausmacht, auf nächstes Jahr verschoben. Jetzt habe ich genug Zeit, um mir zu überlegen, ob ich weiter Medizin studieren oder doch zu einem anderen Studiengang wechseln sollte. Deswegen bin ich zunächst zu einem Studieninformationstag der Uni Leipzig gegangen und habe mir Vorträge über Deutsch als Fremdsprache, Geographie, Psychologie, Soziologie und Physik angehört. Ihr seht schon, eine klare Interessenslinie gibt es nicht. Am liebsten würde ich mal wieder alles studieren und dabei trotzdem noch viel Freizeit haben und danach einen interessanten und sicheren Job mit Menschenkontakt finden. Vielleicht ein bisschen unrealistisch.

Besonders interessant hörte sich Psychologie an, weil es viel mehr ist, als nur psychische Krankheiten zu lindern. Diese Vorstellung hatte ich immer so ein bisschen, weil meine Mutter psychologische Psychotherapeutin ist. Das hatte mich nur so mittelmäßig gereizt, aber vielleicht auch, weil ich nicht genau dasselbe wie meine Mutter machen wollte. Es geht bei Psychologie aber eben nicht nur um die Lehre von psychischen Krankheiten. Es gibt Richtungen wie Arbeits- und Organisationspsychologie, Umweltpsychologie und Sozialpsychologie. Außerdem hat man viel Statistik.

Praktischerweise ist mein Mitbewohner in diesem Fach eingeschrieben und konnte mir ein bisschen erzählen, was spannend ist und was er eher als nicht so toll einschätzt. Man muss wohl – ähnlich wie bei Medizin – sehr viel auswendig lernen, aber auf der andern Seite werden die Fakten wohl in den Vorlesungen zumindest ein bisschen kritisch betrachtet. Davon konnte ich mich überzeugen, als ich ihn in den vergangenen Wochen häufiger zu Veranstaltungen begleitete. Ich fand die Inhalte recht spannend und die Art der Wissensvermittlung angenehm. Die Dozenten haben häufig Fragen gestellt und sich auch über den Dialog mit den Studenten gefreut. Zudem sind die Kurse deutlich kleiner. In Medizin saß ich in 360-Personen-Veranstaltungen, hier sind es nur 60. Besonders interessant an Psychologie finde ich, dass es der Schnittpunkt zwischen Mensch und Wissenschaft, sozialem Verhalten und Naturwissenschaft ist.

Wie ihr vielleicht festgestellt habt, bin ich gerade ganz begeistert, aber bei mir ändert sich zur Zeit die Vorstellung von Studium und Leben täglich. Ich bin selbst gespannt, was ich letzten Endes mal machen werde.

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