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Medizin studieren

Wenn nur der Hammer hilft

Wie der eine oder andere eventuell über die Jahre mitbekommen hat, bin ich in meiner Freizeit ab und an mit einem alten Bus unterwegs. Frankreich, Spanien, Griechenland und noch ein paar mehr europäische Länder durfte ich mit dem Bus schon bereisen. Da ist es nicht wirklich erstaunlich, wenn das gute Teil plötzlich beschließt, nicht auf Anhieb anspringen zu wollen. Ärgerlich ist es dennoch. Da kommt man gut gelaunt nach Hause, sieht den Bus seit Monaten das erste mal wieder und will natürlich direkt eine Runde drehen. Ich habe alles neu eingestellt, es mir im Sitz bequem gemacht und erwartungsvoll den Schlüssel ins Schloss gesteckt. Dann kam die herbe Enttäuschung: N ach über 20.000 Kilometern ohne die allerkleinste Zickerei springt das Teil einfach nicht an. Es passierte absolut gar nichts. Nada. Der Schock saß tief, die Stimmung rutschte auch ins Bodenlose.

Was tun? Die Werkstatt war geschlossen, der ADAC konnte in dem Fall auch nicht helfen, überbrücken hätte nämlich nichts gebracht. Die Batterie war intakt. Das Problem lag beim Anlasser, der wollte einfach nicht mehr. Viele Möglichkeiten hat man in so einer Situation ja nicht, wenn man nicht gerade ein begnadeter Autoschrauber ist. Deswegen: Google fragen. Und siehe da: Wie zu erwarten war, bin ich nicht der einzige Busfahrer mit diesem Problem. Der Anlasser beziehungsweise der Magnetschalter am Anlasser, rostet laut Forenaussagen wohl gerne mal ein und versagt einem entsprechend seine Dienste. Aber, und das muss man sich eigentlich mal auf der Zunge zergehen lassen: Seinem Frust darf man in diesem speziellen Fall tatsächlich freien Lauf lassen! Ich habe kurzerhand den Hammer geschwungen, auf das defekte Teil niedersausen lassen und schwupps … der Motor schnurrte wieder wie eh und je!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jul 2, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jul 2, 2014

Medizin studieren

Ein ganz anderer Erste-Hilfe-Kurs

Sicherlich erinnert ihr euch alle noch an den grässlich langweiligen Erste-Hilfe-Kurs, der für den Führerscheinerwerb verpflichtend ist. Acht Stunden Powerpoint und dann mäßig motiviertes Ersthelfersituationen-Nachstellen. Um zum ersten Staatsexamen in Medizin zugelassen zu werden, benötigt man einen 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs. Als ich das gehört habe, habe ich mich nicht direkt gefreut, zumal ich früher als Rettungsschwimmerin gearbeitet habe und deswegen schon gefühlt tausend dieser Kurse über mich ergehen ließ. Die sind aber leider alle nicht mehr aktuell genug.

Bei uns an der Uni wird ein Erste-Hilfe-Kurs von Medizinstudenten angeboten, die sich AG-Med nennen. Bei diesem Kurs gab es endlich mal kaum Powerpoint-Folien, sondern Kurzvorträge und Gruppenarbei. Außerdem wurde alles medizinisch gut erklärt, sodass man es sich dann auch gut merken konnte. Zum Beispiel vergesse ich immer wieder, dass man bei Bewusstlosen den Hals überstrecken muss. Wenn einem aber klar ist, dass bei einem Bewusstlosen der normale Muskeltonus nicht mehr vorhanden ist und die Zunge ein Muskel ist, dann kann man sich eher vorstellen, dass die Zunge die Atemwege verstopft und dies durch Überstrecken verhindert werden kann. Das ist vielleicht ein triviales Beispiel, aber bei komplizierteren Sachverhalten, helfen mir diese Erklärungen einfach.

Das Beste am Kurs war aber, dass es ganz viele praktische Übungen gab. Augenscheinlich hatten die Medizinstudenten viel Spaß am Theaterspielen und auch am Verkleiden und Schminken. Jedenfalls wirkten die Fallbeispiele sehr realistisch. Ich habe mich jedenfalls ernsthaft erschreckt, als ich aufs Klo gegangen bin, und da das Mädchen entdeckt hab, das offensichtlich gerade an einer Überdosis Drogen fast gestorben ist.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jul 1, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jul 1, 2014

Medizin studieren

Heimaturlaub

Nach ein paar Monaten ist es endlich mal wieder soweit: Ich reise in meine Heimat. Die sechsstündige Fahrt kommt mir ewig vor wie immer, aber dafür erwartet mich selbst nachts um halb zwölf noch ein bestens gefüllter Kühlschrank und ein gemachtes Bett. Dann heißt es natürlich Verwandtschaft abklappern, Freunde besuchen und, ganz wichtig, gutes Essen genießen!

Irgendwie kommt das mit dem Essen in meinem Leben leider immer etwas zu kurz. Entweder ist die Zeit, der Geldbeutel oder die Motivation, gut zu kochen, sehr knapp bemessen. Abgesehen davon dürfte es in Münster auch schwer werden, ein gutes, fränkisches Schäuferla auf den Teller zu bekommen! Und nachdem ich in den nächsten sechs Monaten vermutlich eh wieder nicht nach Nürnberg kommen werde, ist das schon mal ganz schön, sich durch sämtliche Spezialitäten durchfressen zu können.

Minimal getrübt wird mein Heimaturlaub allerdings vom Wetter. Keine Frage, Sommer ist eine echt schöne Jahreszeit, aber 35 Grad im Schatten tun mir einfach kein bisschen gut. Aber okay, das sind dann wahrscheinlich die drei heißen Tage im Jahr, spätestens im Juli fluchen wir wieder alle über einen verregneten und außerdem viel zu kalten Sommer. Perfekt ist eben ein äußerst schwierig zu erreichender Zustand!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jun 27, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jun 27, 2014