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Medizin studieren

Wenn nur der Hammer hilft

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

02.07.2014

Wie der eine oder andere eventuell über die Jahre mitbekommen hat, bin ich in meiner Freizeit ab und an mit einem alten Bus unterwegs. Frankreich, Spanien, Griechenland und noch ein paar mehr europäische Länder durfte ich mit dem Bus schon bereisen. Da ist es nicht wirklich erstaunlich, wenn das gute Teil plötzlich beschließt, nicht auf Anhieb anspringen zu wollen. Ärgerlich ist es dennoch. Da kommt man gut gelaunt nach Hause, sieht den Bus seit Monaten das erste mal wieder und will natürlich direkt eine Runde drehen. Ich habe alles neu eingestellt, es mir im Sitz bequem gemacht und erwartungsvoll den Schlüssel ins Schloss gesteckt. Dann kam die herbe Enttäuschung: N ach über 20.000 Kilometern ohne die allerkleinste Zickerei springt das Teil einfach nicht an. Es passierte absolut gar nichts. Nada. Der Schock saß tief, die Stimmung rutschte auch ins Bodenlose.

Was tun? Die Werkstatt war geschlossen, der ADAC konnte in dem Fall auch nicht helfen, überbrücken hätte nämlich nichts gebracht. Die Batterie war intakt. Das Problem lag beim Anlasser, der wollte einfach nicht mehr. Viele Möglichkeiten hat man in so einer Situation ja nicht, wenn man nicht gerade ein begnadeter Autoschrauber ist. Deswegen: Google fragen. Und siehe da: Wie zu erwarten war, bin ich nicht der einzige Busfahrer mit diesem Problem. Der Anlasser beziehungsweise der Magnetschalter am Anlasser, rostet laut Forenaussagen wohl gerne mal ein und versagt einem entsprechend seine Dienste. Aber, und das muss man sich eigentlich mal auf der Zunge zergehen lassen: Seinem Frust darf man in diesem speziellen Fall tatsächlich freien Lauf lassen! Ich habe kurzerhand den Hammer geschwungen, auf das defekte Teil niedersausen lassen und schwupps … der Motor schnurrte wieder wie eh und je!

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