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Medizin studieren

Neue Perspektiven

Obwohl ich mir im Moment recht sicher bin, dass ich mein Medizinstudium abbrechen werde, schreibe ich die zwei letzten Klausuren des Semesters noch mit. Einen Histologie- und Physikschein zu haben, schadet bestimmt hat auch einer zukünftigen Psychologin nicht, und wer weiß? Am Ende beschließe ich vielleicht kurzfristig, doch mit Medizin weiter zu machen. Heute war Histologie dran (da geht es um den zellulären Aufbau der Organe und des Menschen überhaupt). Die Klausur war sehr schwer, aber Dank Multiple-Choice habe ich bestimmt einige Fragen richtig. Es folgt noch eine kleine Abschlussprüfung zum Physikpraktikum, dann ist zumindest für mich das Semester schon wieder vorbei. Die anderen haben noch ein Anatomie-Testat zum Thema „Kopf“. Das mache ich aber nicht mehr mit, weil ich den Präpkurs schon lange an den Nagel gehängt habe.

Ich werde gleich nach der Physikprüfung nach Hause fahren, denn gerade ist meine Familie aus den USA auf Verwandtenbesuch in Deutschland. Ich habe sie schon seit einem guten Jahr nicht mehr gesehen und freue mich schon sehr darauf. Wahrscheinlich werde ich gleich dort bleiben, denn ich habe mich für sechs Wochen Ferienarbeit bei der Post beworben und wenn das klappt, kann ich direkt die Woche darauf damit anfangen. Ich brauche nämliche gerade dringend Beschäftigung. Jetzt in der Klausurenphase wird es in Leipzig langweilig. Alle lernen – nur ich nicht. Und ein bisschen Geld (elf Euro die Stunde), um danach noch in den Urlaub fahren zu können, kann auch nicht schaden. Zunächst will ich nämlich mit einer Freundin einen Französischkurs in Frankreich besuchen und dann noch ein bisschen reisen. Vielleicht nach Spanien oder über Spanien nach Marokko. Gegen Ende der Semesterferien werde ich noch mit meinem Freund unterwegs sein und in Frankreich WOOOFen (gegen Kost und Logie auf einem Biobauernhof arbeiten). Währenddessen hoffe ich, dass ich in Leipzig einen Studienplatz für Psychologie bekomme, denn sonst muss ich am Ende der Ferien auch noch umziehen. Das wäre sehr schade, weil ich hier eine wunderbare WG und viele Freunde gefunden habe.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jul 7, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jul 7, 2014

Medizin studieren

Wenn nur der Hammer hilft

Wie der eine oder andere eventuell über die Jahre mitbekommen hat, bin ich in meiner Freizeit ab und an mit einem alten Bus unterwegs. Frankreich, Spanien, Griechenland und noch ein paar mehr europäische Länder durfte ich mit dem Bus schon bereisen. Da ist es nicht wirklich erstaunlich, wenn das gute Teil plötzlich beschließt, nicht auf Anhieb anspringen zu wollen. Ärgerlich ist es dennoch. Da kommt man gut gelaunt nach Hause, sieht den Bus seit Monaten das erste mal wieder und will natürlich direkt eine Runde drehen. Ich habe alles neu eingestellt, es mir im Sitz bequem gemacht und erwartungsvoll den Schlüssel ins Schloss gesteckt. Dann kam die herbe Enttäuschung: N ach über 20.000 Kilometern ohne die allerkleinste Zickerei springt das Teil einfach nicht an. Es passierte absolut gar nichts. Nada. Der Schock saß tief, die Stimmung rutschte auch ins Bodenlose.

Was tun? Die Werkstatt war geschlossen, der ADAC konnte in dem Fall auch nicht helfen, überbrücken hätte nämlich nichts gebracht. Die Batterie war intakt. Das Problem lag beim Anlasser, der wollte einfach nicht mehr. Viele Möglichkeiten hat man in so einer Situation ja nicht, wenn man nicht gerade ein begnadeter Autoschrauber ist. Deswegen: Google fragen. Und siehe da: Wie zu erwarten war, bin ich nicht der einzige Busfahrer mit diesem Problem. Der Anlasser beziehungsweise der Magnetschalter am Anlasser, rostet laut Forenaussagen wohl gerne mal ein und versagt einem entsprechend seine Dienste. Aber, und das muss man sich eigentlich mal auf der Zunge zergehen lassen: Seinem Frust darf man in diesem speziellen Fall tatsächlich freien Lauf lassen! Ich habe kurzerhand den Hammer geschwungen, auf das defekte Teil niedersausen lassen und schwupps … der Motor schnurrte wieder wie eh und je!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jul 2, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jul 2, 2014

Medizin studieren

Ein ganz anderer Erste-Hilfe-Kurs

Sicherlich erinnert ihr euch alle noch an den grässlich langweiligen Erste-Hilfe-Kurs, der für den Führerscheinerwerb verpflichtend ist. Acht Stunden Powerpoint und dann mäßig motiviertes Ersthelfersituationen-Nachstellen. Um zum ersten Staatsexamen in Medizin zugelassen zu werden, benötigt man einen 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs. Als ich das gehört habe, habe ich mich nicht direkt gefreut, zumal ich früher als Rettungsschwimmerin gearbeitet habe und deswegen schon gefühlt tausend dieser Kurse über mich ergehen ließ. Die sind aber leider alle nicht mehr aktuell genug.

Bei uns an der Uni wird ein Erste-Hilfe-Kurs von Medizinstudenten angeboten, die sich AG-Med nennen. Bei diesem Kurs gab es endlich mal kaum Powerpoint-Folien, sondern Kurzvorträge und Gruppenarbei. Außerdem wurde alles medizinisch gut erklärt, sodass man es sich dann auch gut merken konnte. Zum Beispiel vergesse ich immer wieder, dass man bei Bewusstlosen den Hals überstrecken muss. Wenn einem aber klar ist, dass bei einem Bewusstlosen der normale Muskeltonus nicht mehr vorhanden ist und die Zunge ein Muskel ist, dann kann man sich eher vorstellen, dass die Zunge die Atemwege verstopft und dies durch Überstrecken verhindert werden kann. Das ist vielleicht ein triviales Beispiel, aber bei komplizierteren Sachverhalten, helfen mir diese Erklärungen einfach.

Das Beste am Kurs war aber, dass es ganz viele praktische Übungen gab. Augenscheinlich hatten die Medizinstudenten viel Spaß am Theaterspielen und auch am Verkleiden und Schminken. Jedenfalls wirkten die Fallbeispiele sehr realistisch. Ich habe mich jedenfalls ernsthaft erschreckt, als ich aufs Klo gegangen bin, und da das Mädchen entdeckt hab, das offensichtlich gerade an einer Überdosis Drogen fast gestorben ist.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jul 1, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jul 1, 2014