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Medizin studieren

Wenn das Herz mal kurz stehen bleibt

Fristen gibt es ja für alles. Vermutlich haben die auch alle einen Sinn, aber nervig ist es dann doch manchmal.
Zum Beispiel Anmeldefristen für die Semesterabschlussklausuren im Juli. Da erhält man schon im April vier Mails, dass „die Anmeldefristen für die Klausuren begonnen haben“, „gerade laufen“, „bald enden“ und schließlich „morgen enden“. Die Nachsätze „nach Fristende ist grundsätzlich keine Anmeldung mehr möglich“ liest man zwar, aber denkt sich nicht so viel dabei. Schließlich meldet man sich ja gewissenhaft am Tag der Anmeldungs-Freischaltung an, setzt das Häkchen und denkt: „Ein Glück, dauert das noch dreieinhalb Monate“. Die Mail „kontrollieren Sie die Listen auf Ihre Immatrikulationsnummer, damit uns niemand durch die Lappen geht!“ nimmt man schmunzelnd zur Kenntnis und denkt sich: „Jaja, im ersten und zweiten Semester, da habe ich noch in eintausend Ziffern nach meiner Immatrikulationsnummer gesucht, hat ja zweimal geklappt, was soll schon schiefgehen?“ – und schenkt sich den Aufwand im dritten Semester. Da ist man nämlich schon groß, abgebrüht, erfahren und viel zu beschäftigt für so was.
Dann naht die Klausur, man lernt und lernt und lernt und auf einmal ist sie nur noch einen Tag entfernt. Alle erzählen von den ihnen zugemailten Sitzplätzen und man selbst denkt: „Sobald ich zuhause bin, sehe ich das auch“, geht nach Hause und sieht: nichts. Nächster Gedanke: „Okay, vielleicht ist ja einfach nur der Spam-Ordner im Weg gewesen. Aber: Nö, der ist auch leer. Hm, mal schnell online im System nachsehen, da müsste das ja auch stehen.
WAS, DER HAKEN HINTER DER KLAUSUR FEHLT????!!!!
Tja, so schnell kann es gehen, Fehler passieren, selbst Computern. Notfalltelefonnummern, Workaholics an der Medizinischen Fakultät und einer Menge Kulanz sei Dank, dass auf den wirklich allerletzten Drücker eine außerordentliche Nachmeldung zur ersten der zwei Abschlussklausuren möglich war. Ich werde die 1.000 Ziffern wohl künftig wieder kontrollieren.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jul 21, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jul 21, 2014

Medizin studieren

Pech im Pech

Und dann war sie da, die Klausuren-Phase. In dieser Phase sehe ich meine Freunde kaum noch, mein eigenes Zimmer und die Bib hängen mir zum Hals raus und das Gefühl, in einem Hamsterrad zu sitzen, verstärkt sich extrem. Aber glücklicherweise geht diese Zeit einigermaßen schnell vorüber. Der größte Brocken, nämlich Biochemie 2, liegt schon hinter mir. Es fehlen nur noch Physiologie und Histologie. Nichtsdestotrotz ist das Lernprogramm alles andere als entspannt. Innerhalb einer Woche drei ziemlich große Fächer abzuhandeln ist halt kein Zuckerschlecken. Deshalb plane ich meine Tage ganz genau, lege fest, wann ich was mache und versuche, mich nach Möglichkeit daran zu halten.
Richtig mies ist allerdings, wenn einem dann Missgeschicke Steine in den Weg werfen. Ich wollte nur kurz bei einem Kommilitonen was abholen, schnappte mir also meinen Schlüssel und düste los. Als ich zurück kam, merkte ich: Ja, einen Schlüssel hast du wohl eingesteckt, aber leider den für die Wohnung deiner Eltern. Warum auch immer ich auf die Idee gekommen bin, die zwei Schlüssel direkt nebeneinander zu legen, ist dabei nebensächlich.
Da meine Mitbewohnerin wohl bis 18 Uhr nicht nach Hause kommen würde, es aber gerade mal neun Uhr morgens war, blieb mir nichts anderes übrig, als den Schlüsseldienst zu rufen. Der öffnet die Tür innerhalb einer Minute, ließ sich das aber natürlich gut bezahlen. Ganze 50 Euro gingen für diesen Spaß von der Urlaubskasse ab.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jul 17, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jul 17, 2014

Medizin studieren

So schnell wie die Post?

Vor zwei Wochen habe ich begonnen, nach einem Ferienjob zu suchen und recht schnell stellte sich heraus, dass es in Leipzig sehr schwierig ist, etwas zu finden. Entweder ist erst eine Stelle ab nächsten Monat frei oder die Bezahlung ist schlecht. Bei solch miserablen Aussichten, und weil ich sofort anfangen wollte zu arbeiten, ist mir wieder eingefallen, dass viele meiner Freunde in den letzten Jahren immer mal wieder bei der Deutschen Post gearbeitet hatten und ganz zufrieden damit gewesen waren.
Also habe ich bei der Post angerufen und sie hatten noch Plätze für Briefträger frei. Ich konnte direkt eine Woche später anfangen. Jetzt kann ich noch ein bisschen Geld verdienen, bevor ich in den Urlaub fahre. Das Schöne bei der Post ist, dass man gut elf Euro die Stunde bekommt. Im Moment arbeite ich Teilzeit, sprich circa dreißig Stunden die Woche, und verdiene immer noch wesentlich mehr, als wenn ich Vollzeit für fünf Euro die Stunde arbeiten würde.
Gestern war also mein erster Arbeitstag: U neun Uhr startete ich mit dem Fahrrad. Es ist gar nicht so einfach, mit den schweren, gelben Posträdern zu fahren. Das ständige Stop-and-go ist auch etwas anstrengend und am Anfang kennt man die ganzen Namen der Empfänger noch nicht und weiß nicht, wo die Briefkästen sind. Folglich braucht man viel länger als die eingearbeiteten Postboten. Aber mein sehr freundlicher Einarbeiter meinte, das würde alles bald leichter und schneller gehen. Vielleicht werde ich am Ende meiner fünf Arbeitswochen dann sprichwörtlich so schnell wie die Post sein.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jul 14, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jul 14, 2014