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Medizin studieren

Arrive alive

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

16.10.2014

Ich habe ja schön erwähnt, dass der Bus in Südamerika DAS Fortbewegungsmittel ist. Während meiner Reise habe ich viele verschiedene Busse, Busunternehmen und Routen kennengelernt. „Semi-Cama“ (mit halben Schlafliegen), „Cama“ (Schlafliegen), „First-Class“, „Turistico“: alles Begriffe, die den Sitzkomfort beschreiben und deutliche Preisunterschiede aufweisen. Auf längeren Strecken sind die bequemeren „Semi-Cama-Busse“ vorzuziehen. Unterschiede gibt es selbstverständlich auch bei den Busunternehmen selbst, vor allem aber gibt es je nach Land unterschiedliche Vorgaben. Während das Gepäcksystem in Peru wie an einem Flughafen funktioniert, kümmert sich in Bolivien niemand auch nur einen Deut um Service. In Argentinien hingegen bekomme ich auf der 20-stündigen Fahrt von Salta im Norden nach Buenos Aires neben Wein und einem warmen Abendessen sogar einen Schlummertrunk.

Es gibt aber auch Punkte, in denen sich das Busreisen in Südamerikanischen Ländern sehr ähnelt: die Sicherheit. Generell ist der Straßenverkehr – vor allem in Peru und Bolivien – eher eine nervenaufreibende Angelegenheit. Denn: Eine Straße heißt Straße, wenn dort mehr Autos als auf den umliegenden Feldern unterwegs sind. Bremslichter des Vordermanns scheinen die Busfahrer eher zum Beschleunigen anzuspornen und Überholen in Kurven ist Nationalsport.

Nach einer besonders interessanten Busfahrt auf dem Weg von Machu Picchu zurück nach Cusco in Peru kam mir dann der Gedanke, ein eigenes Busunternehmen in Peru zu gründen. Werben würde ich definitiv mit vernünftigen, nicht allzu selbstmörderischen Busfahrern, die Fahrerfahrung im europäischen Ausland gesammelt haben. Der Name für das Unternehmen stünde auch schon fest: „Arrive alive“.

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