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Medizin studieren

Zurück im Präp-Saal

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

17.12.2014

Nachdem das zweite Semester vorbei war, dachte so manch einer: Schade, das war dann wohl mit dem Anatomie-Lernen an echten Leichen. Denn es macht schon einen riesigen Unterschied, ob man das alles bunt im Lehratlas oder grau in grau am echten Präparat zu sehen bekommt. Erst im Physikum würden wir wieder an Präparate herangelassen werden.
Allerdings bietet sich den meisten von uns dann doch noch eine Möglichkeit, an Leichen zu lernen: Da der Präparationskurs ja nicht nur von Professoren und Dozenten geleitet wurde, sondern auch von studentischen Hilfskräften, gibt es jedes Semester aufs Neue den einen oder anderen frei werdenden Arbeitsplatz. Und was soll ich sagen: Seit diesem Semester bin ich Tutor. Seitdem stehe ich „auf der anderen Seite“ und soll den Zweitsemestern etwas beibringen. Das ist einerseits richtig spannend, auf der anderen Seite aber auch ein bisschen beängstigend: Vor genau einem Jahr war ich noch genauso ahnungslos wie die diejenigen, die jetzt vor mir sitzen. Wirklich erfahren bin ich also nicht. Glücklicherweise gibt es unter uns Tutoren aber auch immer welche, die das schon mehrere Semester lang machen. Diese „alten Hasen“ arbeiten uns Neulinge wirklich vernünftig ein. Und mit der Zeit entwickle ich bestimmt das nötige Selbstvertrauen. In jedem Fall ist es eine hervorragende Möglichkeit, vor dem Physikum nochmal die Anatomie intensiv zu lernen und mein Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.

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