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Medizin studieren

Streichen in völliger Dunkelheit

Wie ich an der einen oder anderen Stelle mal erwähnt haben dürfte, haben mein Kumpel und ich nach zahllosen Absagen und Enttäuschungen vor ein paar Wochen tatsächlich eine neue Bleibe gefunden. Es handelt sich um eine kleine Dachgeschoss-Wohnung in perfekter Lage am Aasee. Was will man mehr?

Aber, oh Schreck, an den Organisations-Aufwand, der mit der Gründung einer neuen Wohngemeinschaft einhergeht, habe ich vorher überhaupt nicht gedacht! Bisher habe ich nur in WGs gewohnt, in denen Teller, Besteck, Mülleimer, Putzzeug, Staubsauger und so weiter bereits vorhanden waren. Als ich neulich im Kopf durchgegangen bin, was wir neben den Möbeln für unsere eigenen Zimmer noch alles besorgen müssen, wurde mir kurz etwas anders. Tisch und Stühle für die Küche, Regale fürs Badezimmer: Ein kleiner Auszug der Dinge, die ich bisher immer als „selbstverständlich vorhanden“ angesehen habe. Aber gut, zum Glück gibt es Eltern und Großeltern, die das eine oder andere Schmuckstück im Keller und in der Garage rumstehen haben.

Blieb nur noch eine Sache, die es auf jeden Fall auch zu regeln galt: streichen! Da die Wände doch schon etwas in Mitleidenschaft gezogen waren, war das ein dicker Punkt auf der To-do-Liste. Leider war die Wohnungsübergabe erst nachmittags und wir wollten schon am nächsten Tag einziehen, sodass wir erst sehr spät mit der Arbeit anfangen konnten. Und wie das im Winter nun mal so ist, wird es ab vier Uhr nachmittags dunkel. In einer leeren Wohnung ohne Lampen ist das alles andere als optimal. Aber egal, unterkriegen lassen wollten wir uns davon nicht! Also werkelten wir immer weiter und stellten nach getaner Arbeit fest, dass die letzte Wand erst kurz nach Mitternacht fertig gestrichen war.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jan 12, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jan 12, 2015

Medizin studieren

Entspannte Zeit vor dem Physikum?

Wenn man sich in höheren Semestern umhört, bekommt man den Eindruck, das Semester, an dessen Ende das Physikum steht, sei sehr entspannt. Das mag daran liegen, dass man tatsächlich recht wenig Uni hat. Dass das noch weniger wird, ist ein sehr positiver Aspekt. Allerdings beruht diese Aussage auf der Annahme, dass der Terminkalender abgesehen vom Stundenplan leer ist – und das ist bei mir leider nicht der Fall.

Ich gebe Seminäre zum Präparieren für jüngere Studierende. Die Vorbereitung dafür kann, je nach Thema, einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Nebenher arbeite ich auch noch mindestens zwei Tage, sodass insgesamt schon mal mindestens drei Tage pro Woche zum Lernen wegfallen.

Besonders traf es mich im Dezember. Bis kurz vor den Prüfungen hatte ich mein Augenmerk hauptsächlich auf den Job und meine Freizeit gelegt. Als ich dann die Tage zählte, die mir bis zu den Klausuren übrig bleiben würden, war ich ganz schön geschockt, schließlich musste ich auch noch meinen Umzug organisieren. Endlich haben mein Kumpel und ich nämlich eine gut gelegene, schöne und vor allem günstige Wohnung gefunden!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jan 5, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jan 5, 2015

Medizin studieren

Zurück im Präp-Saal

Nachdem das zweite Semester vorbei war, dachte so manch einer: Schade, das war dann wohl mit dem Anatomie-Lernen an echten Leichen. Denn es macht schon einen riesigen Unterschied, ob man das alles bunt im Lehratlas oder grau in grau am echten Präparat zu sehen bekommt. Erst im Physikum würden wir wieder an Präparate herangelassen werden.
Allerdings bietet sich den meisten von uns dann doch noch eine Möglichkeit, an Leichen zu lernen: Da der Präparationskurs ja nicht nur von Professoren und Dozenten geleitet wurde, sondern auch von studentischen Hilfskräften, gibt es jedes Semester aufs Neue den einen oder anderen frei werdenden Arbeitsplatz. Und was soll ich sagen: Seit diesem Semester bin ich Tutor. Seitdem stehe ich „auf der anderen Seite“ und soll den Zweitsemestern etwas beibringen. Das ist einerseits richtig spannend, auf der anderen Seite aber auch ein bisschen beängstigend: Vor genau einem Jahr war ich noch genauso ahnungslos wie die diejenigen, die jetzt vor mir sitzen. Wirklich erfahren bin ich also nicht. Glücklicherweise gibt es unter uns Tutoren aber auch immer welche, die das schon mehrere Semester lang machen. Diese „alten Hasen“ arbeiten uns Neulinge wirklich vernünftig ein. Und mit der Zeit entwickle ich bestimmt das nötige Selbstvertrauen. In jedem Fall ist es eine hervorragende Möglichkeit, vor dem Physikum nochmal die Anatomie intensiv zu lernen und mein Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Dec 17, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Dec 17, 2014