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Medizin studieren

Streichen in völliger Dunkelheit

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

12.01.2015

Wie ich an der einen oder anderen Stelle mal erwähnt haben dürfte, haben mein Kumpel und ich nach zahllosen Absagen und Enttäuschungen vor ein paar Wochen tatsächlich eine neue Bleibe gefunden. Es handelt sich um eine kleine Dachgeschoss-Wohnung in perfekter Lage am Aasee. Was will man mehr?

Aber, oh Schreck, an den Organisations-Aufwand, der mit der Gründung einer neuen Wohngemeinschaft einhergeht, habe ich vorher überhaupt nicht gedacht! Bisher habe ich nur in WGs gewohnt, in denen Teller, Besteck, Mülleimer, Putzzeug, Staubsauger und so weiter bereits vorhanden waren. Als ich neulich im Kopf durchgegangen bin, was wir neben den Möbeln für unsere eigenen Zimmer noch alles besorgen müssen, wurde mir kurz etwas anders. Tisch und Stühle für die Küche, Regale fürs Badezimmer: Ein kleiner Auszug der Dinge, die ich bisher immer als „selbstverständlich vorhanden“ angesehen habe. Aber gut, zum Glück gibt es Eltern und Großeltern, die das eine oder andere Schmuckstück im Keller und in der Garage rumstehen haben.

Blieb nur noch eine Sache, die es auf jeden Fall auch zu regeln galt: streichen! Da die Wände doch schon etwas in Mitleidenschaft gezogen waren, war das ein dicker Punkt auf der To-do-Liste. Leider war die Wohnungsübergabe erst nachmittags und wir wollten schon am nächsten Tag einziehen, sodass wir erst sehr spät mit der Arbeit anfangen konnten. Und wie das im Winter nun mal so ist, wird es ab vier Uhr nachmittags dunkel. In einer leeren Wohnung ohne Lampen ist das alles andere als optimal. Aber egal, unterkriegen lassen wollten wir uns davon nicht! Also werkelten wir immer weiter und stellten nach getaner Arbeit fest, dass die letzte Wand erst kurz nach Mitternacht fertig gestrichen war.

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