interaktiv

Medizin studieren

Zu Hause lernt man auch nicht besser

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

11.02.2015

Nachdem alle Vorlesungen und auch der Präp-Kurs Anfang Februar endgültig vorbei waren, hatte ich plötzlich eine Menge Zeit bis zum Physikum und konnte im Prinzip machen, was ich wollte. Ich nutzte die Umstände, um mal wieder meine Familie in Nürnberg zu besuchen – und um dort zu lernen. Motiviert aus der Hoffnung heraus, ein Tapetenwechsel brächte neue Motivation und weniger Ablenkung. Eigentlich keine dumme Idee, aber solche Pläne gehen meist nicht zu hundert Prozent auf. Nicht auf der Rechnung hatte ich beispielsweise, dass die Renovierungsarbeiten unserer neu einziehenden Nachbarn just in meiner Besuchswoche stattfinden würden. Aber gut, das ließ sich noch aushalten.

Und selbst wenn der Ortswechsel nicht den erwünschten Motivationsschub mit sich brachte, so war es zumindest sehr schön, wieder Abende mit der Familie verbringen zu können, einen gut gefüllten Kühlschrank zu haben und in meiner alten Volleyball-Mannschaft mitspielen zu können. Die Lernerei neigt sich nämlich dem Ende entgegen. In zwei Wochen bin ich mit meinem Lernplan durch. Was dann noch fehlt, ist die zweiwöchige Wiederholungsphase. Auf diese Zeit setze ich ganz enorm, denn irgendwie habe ich nicht den Eindruck, noch allzu viel von dem Stoff, den ich vor über einem Monat gelernt habe, „intus“ zu haben. Aber es zumindest schon mal gelernt zu haben, wird mir das „Kreuzen“ im schriftlichen Teil der Prüfung bestimmt ungemein erleichtern.

Um die mündliche Prüfung werde ich mir erst Gedanken machen, wenn die Prüfer feststehen. Da das noch relativ lange dauert – die Bekanntgabe ist netterweise sehr spontan – habe ich sehr viel Zeit, mir „keine“ Gedanken über Prüfer-Albträume zu machen. Und das ist auch gut so.

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