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Medizin studieren

Ein Stein fällt ab

Drei Monate. Drei Monate zu spät fängt für meine Kommilitonen und mich das Jahr 2015 erst so richtig an. Vor zwei Wochen haben die allermeisten von uns die schriftliche Prüfung erfolgreich hinter sich gebracht. Die letzten Tage davor waren der Horror. Herzfrequenz und Blutdruck dauerhaft im pathologischen Bereich, kleinere Panikattacken und Resignation.

Das Warten auf die offizielle Ladung zur mündlichen Prüfung kam noch erschwerend dazu. Während die ersten den Termin und die Prüfer rund zehn Tage vor der Prüfung mitgeteilt bekamen, mussten viele andere weiter warten und zittern. Besonders unangenehm: Mit der schriftlichen Prüfung durch zu sein, allerdings nicht zu wissen, wann denn alles vorbei sein würde. Nach so langer Zeit des Lernens braucht man einfach ein Datum, auf das man hinarbeiten kann!

Wie das in mündlichen Prüfungen so ist, ist das ganze extrem abhängig von den Prüfern. Während der eine ein Drittel des Stoffes per se ausschließt, rühmt sich der nächste damit, genau das nicht zu tun und einfach alles zu erwarten. Und wer Pech hat, erwischt für alle drei Fächer – Anatomie, Biochemie und Physiologie – einen der letzteren Art.

Für mich lief es in der Hinsicht leider auch nicht so wunderbar, als Anatomie-Prüfer gab es den Noten-Schreck, dafür hatte ich bei den anderen beiden Glück. Also nochmal aufraffen und die letzten Lerntage die Zähne zusammenbeißen! Richtig schwer, aber am Ende klappt es ja dann doch immer irgendwie.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Mar 27, 2015

Medizin studieren

Zu Hause lernt man auch nicht besser

Nachdem alle Vorlesungen und auch der Präp-Kurs Anfang Februar endgültig vorbei waren, hatte ich plötzlich eine Menge Zeit bis zum Physikum und konnte im Prinzip machen, was ich wollte. Ich nutzte die Umstände, um mal wieder meine Familie in Nürnberg zu besuchen – und um dort zu lernen. Motiviert aus der Hoffnung heraus, ein Tapetenwechsel brächte neue Motivation und weniger Ablenkung. Eigentlich keine dumme Idee, aber solche Pläne gehen meist nicht zu hundert Prozent auf. Nicht auf der Rechnung hatte ich beispielsweise, dass die Renovierungsarbeiten unserer neu einziehenden Nachbarn just in meiner Besuchswoche stattfinden würden. Aber gut, das ließ sich noch aushalten.

Und selbst wenn der Ortswechsel nicht den erwünschten Motivationsschub mit sich brachte, so war es zumindest sehr schön, wieder Abende mit der Familie verbringen zu können, einen gut gefüllten Kühlschrank zu haben und in meiner alten Volleyball-Mannschaft mitspielen zu können. Die Lernerei neigt sich nämlich dem Ende entgegen. In zwei Wochen bin ich mit meinem Lernplan durch. Was dann noch fehlt, ist die zweiwöchige Wiederholungsphase. Auf diese Zeit setze ich ganz enorm, denn irgendwie habe ich nicht den Eindruck, noch allzu viel von dem Stoff, den ich vor über einem Monat gelernt habe, „intus“ zu haben. Aber es zumindest schon mal gelernt zu haben, wird mir das „Kreuzen“ im schriftlichen Teil der Prüfung bestimmt ungemein erleichtern.

Um die mündliche Prüfung werde ich mir erst Gedanken machen, wenn die Prüfer feststehen. Da das noch relativ lange dauert – die Bekanntgabe ist netterweise sehr spontan – habe ich sehr viel Zeit, mir „keine“ Gedanken über Prüfer-Albträume zu machen. Und das ist auch gut so.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Feb 11, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Feb 11, 2015

Medizin studieren

Lernalltag

Nach den Weihnachtsferien hatte ich nur noch eine Veranstaltung. Dabei stand ein letztes Testat der Physiologie über Blut, Blutgerinnung, Kreislauf und Leistung an, danach war es geschafft: Ich war scheinfrei. Auch mein Nebenjob im Präparations-Saal neigte sich mit dem Semester dem Ende entgegen. Dem Physikum stand also nichts mehr im Weg.

Nichts sollte mich vom Lernen abhalten, schließlich war ich sowieso schon ein paar Tage hinter meinem Lernplan. Aber mal ehrlich: So ein Tag kann ganz schön lang werden, wenn man die ganze Zeit über Büchern brütet. Jeden Tag nehme ich mir vor, mal um Mitternacht schlafen zu gehen und um acht Uhr morgens ausgeschlafen am Schreibtisch zu sitzen, mache die Rechnung aber leider ohne die Feier nebenan oder andere unkalkulierbare Ablenkungen. Jedenfalls sitze ich dann erst um neun am Tisch und bin alles andere als fit. Die kommenden Stunden ziehen sich folglich noch mehr in die Länge, ich muss manche Sätze zehnmal lesen und komme einfach voran.

Ehe man sich’s versieht, ist es auch schon wieder dunkel, ich muss noch einkaufen und kochen – ein Hoch auf Tiefkühlkost – und irgendwie muss ja auch noch sportlicher Ausgleich her ... Also raus in die Nacht, mit mieser Laune und denkbar schlechter Motivation. Dann mache ich mich an den „Endspurt“, der deprimierenderweise doch noch einmal zwei Stunden dauert. Gegen elf schlage ich alle Bücher zu und bin eher aggressiv denn erleichtert. Viel Schönes habe ich tagsüber nicht getan, aber zum Glück geht das ja auch nur noch zwei Monate lang so weiter …

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Feb 5, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Feb 5, 2015