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Medizin studieren

Alles neu, alles anders

Nach nur gut zwei Wochen hieß es also schon wieder: Ab in den Hörsaal. Auf dem Plan stand die erste Einführungsveranstaltung, in der wir in den nun beginnenden klinischen Abschnitt des Medizin-Studiums eingewiesen wurden. Man stellt uns Veränderungen der Lehrmethodik, Präsenzregelungen, Prüfungsordnungen und weitere organisatorische Besonderheiten vor. Nicht zuletzt wurden wir erneut darauf hingewiesen, dass wir der absoluten Schweigepflicht unterliegen und dass dies auch gelte, sollten wir im nun beginnenden Untersuchungskurs Dinge über Kommilitonen herausfinden, die unter Umständen nicht ganz „salonfähig“ sein könnten.

Bei diesem Untersuchungskurs – von älteren Semestern hochgelobt – werden uns vor allem praktische Dinge beigebracht: Blutdruck und Blutzucker messen, Blutabnahme, korrekte Hände-Desinfektion, „Einwaschen“ vor OPs und schließlich die gründliche körperliche und neurologische Untersuchung. Außerdem – und das ist tatsächlich abgefahren – lernen wir mithilfe von Schauspielern, wie man Anamnese-Gespräche führt, das A und O des Arztberufes! Diese Schauspieler sind zwischen 11 und 93 Jahre alt und werden im sogenannten Studienhospital in detailgetreu eingerichtete Krankenzimmer gelegt. Die Atmosphäre wird also sehr realistisch sein. Den Schauspielern wird eine Rolle zugewiesen, die sie dann vor uns Studierenden spielen werden. Einzeln werden wir dann in die Zimmer gehen und das Gespräch führen, während der Rest von uns hinter verspiegelten Glasscheiben im Nebenraum steht und das Geschehen beobachten kann. Anschließend bewerten wir uns gegenseitig und erhalten so ein konstruktives Feedback. Das wird bestimmt spannend, auch wenn ich ein bisschen aufgeregt bin.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Apr 17, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Apr 17, 2015

Medizin studieren

Kurzurlaub

Wie erwartet kam die Erschöpfung nach dem Physikum mit einer Verzögerung von ungefähr zwei Tagen. Zuvor mussten nämlich noch die Erfolge gefeiert, begossen und gemeinsam durchgesprochen werden. Drei Monate lang habe ich gelernt – egal wie das Wetter, die Stimmung oder das allgemeine Wohlbefinden waren. Nach dem Abfallen dieser Last merkte ich nun, wie sehr das an meinen Kräften gezehrt hatte. Und so war ich alles andere als traurig, nach Hause zu meiner Familie fahren zu können.

Ausschlafen bis zum Gehtnichtmehr, Sport treiben, Freunde treffen, viel lesen ... Lauter Dinge, die besonders in den vorangegangenen drei bis vier Wochen viel zu kurz gekommen waren. Und um dem Ganzen noch die Krönung zu verpassen, lud meine Mutter mich zu einem spontanen Wochenend-Trip zum Snowboarden ein. Ein echter Traum! Seitdem ich „im hohen Norden Westfalen“ studiere (für uns Süddeutsche ist das echt im Norden, ich schwör’s euch), habe ich es kein einziges Mal mehr geschafft, meine Füße auf mein Snowboard zu bekommen. Für Ende März war der Schnee echt super, sogar Neuschnee gab’s am ersten Tag!

So ganz ohne Verpflichtungen in den Tag zu starten, war jedenfalls unheimlich gut. Leider viel zu früh musste ich mich dann aber wieder in ein Auto gen Münster setzen, denn gerade einmal zwei Wochen nach der mündlichen Prüfung stand bereits die nächste Pflichtveranstaltung auf dem Stundenplan. Meine Kommilitonen habe ich also wesentlich früher gesehen als unbedingt nötig. Der Urlaub hätte ruhig noch länger sein dürfen!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Apr 14, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Apr 14, 2015

Medizin studieren

Ein Stein fällt ab

Drei Monate. Drei Monate zu spät fängt für meine Kommilitonen und mich das Jahr 2015 erst so richtig an. Vor zwei Wochen haben die allermeisten von uns die schriftliche Prüfung erfolgreich hinter sich gebracht. Die letzten Tage davor waren der Horror. Herzfrequenz und Blutdruck dauerhaft im pathologischen Bereich, kleinere Panikattacken und Resignation.

Das Warten auf die offizielle Ladung zur mündlichen Prüfung kam noch erschwerend dazu. Während die ersten den Termin und die Prüfer rund zehn Tage vor der Prüfung mitgeteilt bekamen, mussten viele andere weiter warten und zittern. Besonders unangenehm: Mit der schriftlichen Prüfung durch zu sein, allerdings nicht zu wissen, wann denn alles vorbei sein würde. Nach so langer Zeit des Lernens braucht man einfach ein Datum, auf das man hinarbeiten kann!

Wie das in mündlichen Prüfungen so ist, ist das ganze extrem abhängig von den Prüfern. Während der eine ein Drittel des Stoffes per se ausschließt, rühmt sich der nächste damit, genau das nicht zu tun und einfach alles zu erwarten. Und wer Pech hat, erwischt für alle drei Fächer – Anatomie, Biochemie und Physiologie – einen der letzteren Art.

Für mich lief es in der Hinsicht leider auch nicht so wunderbar, als Anatomie-Prüfer gab es den Noten-Schreck, dafür hatte ich bei den anderen beiden Glück. Also nochmal aufraffen und die letzten Lerntage die Zähne zusammenbeißen! Richtig schwer, aber am Ende klappt es ja dann doch immer irgendwie.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Mar 27, 2015