interaktiv

Medizin studieren

Alles neu, alles anders

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

17.04.2015

Nach nur gut zwei Wochen hieß es also schon wieder: Ab in den Hörsaal. Auf dem Plan stand die erste Einführungsveranstaltung, in der wir in den nun beginnenden klinischen Abschnitt des Medizin-Studiums eingewiesen wurden. Man stellt uns Veränderungen der Lehrmethodik, Präsenzregelungen, Prüfungsordnungen und weitere organisatorische Besonderheiten vor. Nicht zuletzt wurden wir erneut darauf hingewiesen, dass wir der absoluten Schweigepflicht unterliegen und dass dies auch gelte, sollten wir im nun beginnenden Untersuchungskurs Dinge über Kommilitonen herausfinden, die unter Umständen nicht ganz „salonfähig“ sein könnten.

Bei diesem Untersuchungskurs – von älteren Semestern hochgelobt – werden uns vor allem praktische Dinge beigebracht: Blutdruck und Blutzucker messen, Blutabnahme, korrekte Hände-Desinfektion, „Einwaschen“ vor OPs und schließlich die gründliche körperliche und neurologische Untersuchung. Außerdem – und das ist tatsächlich abgefahren – lernen wir mithilfe von Schauspielern, wie man Anamnese-Gespräche führt, das A und O des Arztberufes! Diese Schauspieler sind zwischen 11 und 93 Jahre alt und werden im sogenannten Studienhospital in detailgetreu eingerichtete Krankenzimmer gelegt. Die Atmosphäre wird also sehr realistisch sein. Den Schauspielern wird eine Rolle zugewiesen, die sie dann vor uns Studierenden spielen werden. Einzeln werden wir dann in die Zimmer gehen und das Gespräch führen, während der Rest von uns hinter verspiegelten Glasscheiben im Nebenraum steht und das Geschehen beobachten kann. Anschließend bewerten wir uns gegenseitig und erhalten so ein konstruktives Feedback. Das wird bestimmt spannend, auch wenn ich ein bisschen aufgeregt bin.

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