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Medizin studieren

Ab in die Bib

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

02.07.2015

Nachdem das vierte Semester lerntechnisch enorm entspannt war, beginnt nun eine sehr anstrengende Phase meines Studiums, denn in gerade einmal drei Wochen schreibe ich schon die nächste Prüfung. Anders als in der Vorklinik habe ich keine Zwischenprüfungen mehr, sondern sogenannte Semester-Abschluss-Klausuren. Das bedeutet, dass alle acht bis zehn Fächer, die im Semester behandelt werden, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen geprüft werden. Insgesamt muss ich gut 300 Fragen beantworten, vom Umfang her ähnelt das der Physikumsprüfung. Meinem Lerntyp kommt diese Prüfungsform nicht so entgegen, da ich lieber kontinuierlich lerne und nur schwer in einem Hauruck-Verfahren auf den letzten Metern Stoff ins Hirn kloppen kann.

Dazu kommt ein ziemlich hoher Druck: Manche Scheine macht man jetzt nämlich über mehrere Semester. Beispiel Pharmakologie: Dieses Fach habe ich als Grundlagenfach im fünften Semester mit 50 Fragen in der Prüfung. In den folgenden Semestern werde ich einzelne Themen vertiefen und Klausuren schreiben, die insgesamt ebenfalls 50 Fragen beinhalten. Den Schein bekomme ich nur, wenn ich am Ende 60 Prozent der 100 Fragen richtig beantwortet habe – und das finde ich im schlimmsten Fall erst im zehnten Semester heraus und muss das Fach nochmal schreiben. Klingt im ersten Moment nicht schlimm, bedeutet aber in der Praxis, dass man dann eine Klausur über den Stoff von sechs Semestern schreiben muss – und das ist eher unangenehm. Also ab in die Bib und büffeln, büffel, büffeln.

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