Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Medizin studieren

Ferienplanung

Noch immer habe ich ein bisschen Bammel vor den vielen Klausuren, die im kommenden Semester auf mich zukommen werden. Dennoch möchte ich auch die vorlesungsfreie Zeit gut nutzen – und zwar am liebsten mit einer Reise. Mit meinem Mitbewohner werde ich deshalb nach Norwegen fliegen, nur mit Zelt und Rucksack ausgestattet. Mich erinnert das an den Film „Into the wild“. Ich verspreche also, dass wir uns von Beeren fernhalten werden. Wir versuchen aber trotzdem, so lange wie möglich autark unterwegs zu sein. Dass uns das nicht ganz gelingen wird, ist bei einer Aufenthaltsdauer von drei Wochen irgendwie abzusehen. So viel können wir niemals schleppen, schließlich wollen wir jeden Tag 20 bis 30 Kilometer laufen. Wir sind beide bis in die Haarspitzen motiviert und freuen uns darauf, mal für eine gewisse Zeit auszusteigen und zu entschleunigen.

Wenn ich zurück komme, wartet das komplette Gegenteil auf mich, denn schon am Tag darauf beginnt für mich bereits der erste Teil meiner Famulatur hier in Münster. In Anlehnung an den großen Anteil Pharmakologie dieses Semester habe ich einen Famulatur-Platz in der Anästhesie bekommen. Ich hoffe, dass mir das Wissen aus Pharma wenigstens in diesem Fachbereich etwas weiterhilft. Vermutlich werde ich jedenfalls mehr Nutzen aus dieser Famulatur ziehen, als wenn ich einfach in die Innere Medizin oder die Neurologie ginge; schließlich kommen diese Fächer erst in den nächsten Semestern auf mich zu.

Und nach der Famulatur werde ich wieder das tun, was ich mittlerweile in der sechste Saison tue: Surfen in Frankreich. Wie jedes Jahr fängt es langsam an, in den Füßen, Beinen und Armen zu kribbeln! Und nachdem ich bei meinem letzten Frankreich-Urlaub nicht surfen konnte, wird es echt Zeit, dass ich wieder mal ins Wasser komme!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jul 7, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jul 7, 2015

Medizin studieren

Ab in die Bib

Nachdem das vierte Semester lerntechnisch enorm entspannt war, beginnt nun eine sehr anstrengende Phase meines Studiums, denn in gerade einmal drei Wochen schreibe ich schon die nächste Prüfung. Anders als in der Vorklinik habe ich keine Zwischenprüfungen mehr, sondern sogenannte Semester-Abschluss-Klausuren. Das bedeutet, dass alle acht bis zehn Fächer, die im Semester behandelt werden, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen geprüft werden. Insgesamt muss ich gut 300 Fragen beantworten, vom Umfang her ähnelt das der Physikumsprüfung. Meinem Lerntyp kommt diese Prüfungsform nicht so entgegen, da ich lieber kontinuierlich lerne und nur schwer in einem Hauruck-Verfahren auf den letzten Metern Stoff ins Hirn kloppen kann.

Dazu kommt ein ziemlich hoher Druck: Manche Scheine macht man jetzt nämlich über mehrere Semester. Beispiel Pharmakologie: Dieses Fach habe ich als Grundlagenfach im fünften Semester mit 50 Fragen in der Prüfung. In den folgenden Semestern werde ich einzelne Themen vertiefen und Klausuren schreiben, die insgesamt ebenfalls 50 Fragen beinhalten. Den Schein bekomme ich nur, wenn ich am Ende 60 Prozent der 100 Fragen richtig beantwortet habe – und das finde ich im schlimmsten Fall erst im zehnten Semester heraus und muss das Fach nochmal schreiben. Klingt im ersten Moment nicht schlimm, bedeutet aber in der Praxis, dass man dann eine Klausur über den Stoff von sechs Semestern schreiben muss – und das ist eher unangenehm. Also ab in die Bib und büffeln, büffel, büffeln.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jul 2, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jul 2, 2015

Medizin studieren

Abstecher ans Meer

Ich war schon ziemliche lange nicht mehr am Meer. Ich glaube, das letzte Mal habe ich im September letzten Jahres auf einer Düne im Süden Frankreichs gestanden und die Surfsaison 2014 ausklingen lassen. Für mich ist das eine ganz schön lange Zeit. Das Schlimme jedoch: Ich wusste sehr lange nicht, wann ich endlich wieder surfen werden können. Dabei sah alles so vielversprechend aus: Meine Mutter und mein Stiefvater planten, über Pfingsten an die französische Atlantikküste zu fahren. Zufällig hatte ich genau in dieser Woche frei, sodass zumindest theoretisch die Möglichkeit bestand, zu tun worauf ich Lust hatte.

Und da ich sämtliche Mühen auf mich nehmen würde, um ans Meer zu kommen, beschloss ich recht spontan, meiner Familie einen Besuch abzustatten. Ab Karlsruhe würden sie mich sogar mitnehmen – die Anreise war also günstig. Und auch die Planung der Rückfahrt erledigte sich im Nu, denn wie es der Zufall so wollte, fand ich eine direkte Mitfahrgelegenheit von Paris nach Münster – und zwar genau an dem Tag, an dem ich spätestens zurück sein musste. Das war doch zu schön um wahr zu sein!

Und das war es tatsächlich. Nicht geklappt hat nämlich der entscheidende Teil: Die Wellenvorhersage ließ schon recht früh erahnen, dass nicht allzu viel zu erwarten sein würde. Und je näher der Tag der Anreise rückte, desto niederschmetternder waren die Vorhersagen: zehn Zentimeter. Lächerlich.

Was also tun? Sollte ich tatsächlich für eine Woche Urlaub ohne Surfen, dafür mit einer 30-stündigen Hin- und Rückfahrt 100 Euro ausgeben? Schwierige Entscheidung, keine Frage! Allerdings war der Bus nach Karlsruhe schon gebucht und einfach mal rauskommen auch eine verlockende Aussicht …

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jun 19, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jun 19, 2015