interaktiv

Medizin studieren

Der Gipfel der Gastfreundlichkeit

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

26.08.2015

Nachdem wunderbaren Essen bei unseren neuen Freunden mit Verbindungen in meine Heimatstadt, machten wir uns wieder auf. Sechs Tage wollten wir wandern, zelten und uns selbst versorgen – und das klappte dank Wasserkocher und Instant-Kartoffelpüree erstaunlich gut. Jedenfalls verlangten die letzten Tage nochmal so einiges von uns ab: Hoch und runter ging es, Schneefelder mussten überquert werden, peitschender Wind und Regen machten uns zu schaffen und rutschige Geröllfelder versperrten uns häufig den Weg. Was uns antrieb durchzuhalten, war ein Versprechen, welches wir unseren norwegisch-nürnbergerischen Gastgebern gegeben hatten: Diese hatten uns nämlich ein Tal in unserer Wanderkarte markiert, in dem es einen besonders schönen See mit einer kleinen Blockhütte gibt – und genau dort wollten wir uns am sechsten Tag mittags um zwölf treffen. Die Tagesetappen bis Samstagabend konnten wir einigermaßen bewältigen, dann jedoch kam der Sonntag. Den geplanten Pfad mussten wir verlassen, dank Kompass und Karte konnten wir uns aber trotzdem ganz gut orientieren. Aber der Regen verwandelte die Geröllfelder in so rutschige Passagen, dass einem beim Durchqueren richtig schlecht wurde. Immer wieder schauten wir auf die Uhr: noch zwei Stunden, noch eine Stunde, noch 30 Minuten. Wir mussten einen Umweg von vier Stunden auf uns nehmen und uns gegen Ende ganz schön beeilen. Aber würden die zwei auch tatsächlich aufkreuzen? Oder war das eher eine unverbindliche Abmachung? Egal, wir wollten unbedingt pünktlich sein und haben es tatsächlich geschafft, um kurz nach zwölf anzukommen. Und sie waren tatsächlich da!

Als ob sie es geahnt hätten, hatten sie massenhaft Essen dabei, sodass wir schon bald wieder zu Kräften kamen. Die Einladung, die nächsten zwei Tage bis zu unserem Heimflug zeltend in ihrem Garten zu verbringen, nahmen wir danach natürlich auch noch an!

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