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Medizin studieren

Stipendien

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

19.10.2015

Vor einem Jahr habe ich von meiner Schule eine Empfehlung für ein Stipendium bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes bekommen. Es gibt dabei nicht nur eine Förderung von bis zu 597 Euro, sondern auch eine Studienkostenpauschale von 300 Euro obendrauf. Doch dafür muss man auch einiges leisten.

Besonders gefragt sind soziales oder politisches Engagement sowie die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben, für die man eigene Projekte realisieren soll. Nicht die gute Abiturnote entscheidet darüber, ob man den Zuschlag bekommt, sondern der Einsatz, den man nebenbei zeigt. Dieser wird auch während des Studiums gefordert. Natürlich muss man auch gute Leistungen erbringen, aber man soll sich eben auch sozial und politisch innerhalb und außerhalb der Stiftung engagieren.

Nun musste ich also einen Bewerbungsbogen ausfüllen, in dem abgefragt wurde, was ich denn bisher so gemacht habe. Ich konnte glücklicherweise mein Ehrenamt erwähnen, dass ich über eineinhalb Jahre lang ausgeübt habe, dazu kommen das Amt des Schülersprechers, eine Schülerfirma, in der ich jahrelang gearbeitet habe, und einige Tätigkeiten für meinen Abiturjahrgang. So richtig habe ich aber nicht das Gefühl, dass ich mit diesem Engagement zu den Leuten mit dem meisten Engagement gehöre. Die meisten haben wirklich viel gemacht, nahmen an etlichen Wettbewerben teil, halfen bei Projekten der diakonischen Werke und Kirchen mit, organisierten selbst soziale Projekte und waren bestenfalls noch Mitglied einer Jugendpartei. Ich empfinde einen tiefen Respekt vor diesen Leuten.

Zuletzt wird lediglich eine unbeglaubigte Kopie des Zeugnisses verlangt. Bei einem Auswahlverfahren muss ich dann zeigen, wie motiviert ich bin, mich einzubringen. Ich hoffe, dass mir das eine bessere Chance gibt, ein Stipendium zu bekommen. Einen Versuch ist es definitiv wert. Ich bin gespannt auf mein Ergebnis!

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