interaktiv

Medizin studieren

Neuer Job

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

24.11.2015

Nachdem ich die Pflichtkurse an der Uni beendet hatte, machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Job. Beziehungsweise ich suchte nicht – was ich machen wollte war mir schon recht lange klar. Da mich Physiologie eigentlich immer interessiert hatte und die Arbeitsbedingungen dort als sehr gut beschrieben wurden, hatte ich immer vor, mich sobald wie möglich als Physiologie-Tutor im Physio-Praktikum zu bewerben. Glücklicherweise wurde ich gleich genommen und wurde für acht Nachmittage eingeteilt, in denen ich das Praktikum betreuen sollte. Das bedeutet, dass ich immer einen bis drei Versuche zu einem Thema theoretisch vorbereiten muss und dann im Praktikum, nach kurzer theoretischer Einführung, mit den Studenten aus dem dritten und vierten Semester die entsprechenden Versuche durchführen werde.

Diesen Dienstag war es das erste Mal so weit, als Versuche waren mir „Atemregulation: Hypoxie und Hyperkapnie“ zugeteilt worden. Darunter kann man sich folgendes vorstellen: Der Grund, weswegen wir beim Luftanhalten das Bedürfnis zu atmen verspüren, ist primär nicht der Sauerstoffmangel, sondern der steigende Kohlenstoffdioxid-Gehalt in unserem Blut. Durch verschiedene Versuche kann man das mit Graphen und einfach Rechenaufgaben sehr plastisch und gut verständlich darstellen. Genau darum geht es auch im Praktikum: nicht nur theoretisch wissen, was Kohlendioxid im Körper verursacht, sondern eben auch am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet diesen Stoff in immer höherer Konzentration im eigenen Körper zu haben.

Und siehe da, der Job machte wesentlich mehr Spaß, als stupide irgendwas über Muskeln erzählen zu müssen. Naja, jedenfalls liegt mir das Erklären eher, als trockene Theorie vor einer Gruppe gelangweilter Studenten zu rezitieren.

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