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Medizin studieren

Die dritte Woche

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

07.12.2015

So langsam nimmt die Anstrengung im Studium zu, der Stoff wird schwerer und vielfältiger, weitere Praktika rücken ins Blickfeld, die Chemie-Eingangsklausur ebenso. In der Chemie-Vorlesung werden momentan noch Atombindungen und chemische Reaktionen behandelt – Themen, die ich aus der Schule noch kenne. Auch das dazugehörige Seminar hat begonnen. Eine Chemie-Bachelor-Absolventin hilft uns hier, wichtige Themen zu vertiefen und zu verstehen.

In der Physik-Vorlesung geht es um Mechanik, die Bewegung von Körpern also. Das gibt mir immerhin mein Lehrbuch aus. In zwei Wochen beginnt das dazugehörige Praktikum, worin ich sogenannte Antestate ablegen muss. Das sind Multiple-Choice-Tests, die sechs Fragen umfassen und es ganz schön in sich haben. Drei Fragen muss ich richtig beantworten, um zu bestehen. Außerdem muss ich Versuche durchführen können und Protokolle dazu anfertigen, die bei mangelhafter Gestaltung zum Ausschluss führen können. Der Druck hier ist also ziemlich hoch.

Faszinierend finde ich nach wie vor die Entstehung des Lebens. Momentan befassen wir uns mit der Implantation befruchteter Eizellen in die Gebärmutterschleimhaut. Es ist atemberaubend, wie sich aus ein paar kleinen Zellen zuallererst ein Geflecht aus verschiedenen Zelltypen bildet, um später unser Nervensystem auszukleiden und im Anschluss zur Organogenese (die Entstehung von Organen) überzugehen. Klingt kompliziert? Ist es auch. Aber es ist beeindruckend.

Mit vielen Fachbegriffen sehe ich mich auch in Biologie konfrontiert. Ich muss mir nicht nur eine Vielzahl von Proteinen einprägen, sondern auch eine Menge Schemata, die Abläufe grafisch festhalten.

Mein Fazit: Es wird nicht leichter. Ich finde mich aber stetig besser zurecht und erlange mehr Überblick über die Themen. Dennoch muss ich feststellen, dass eine Menge Disziplin dazugehört, sich wirklich hinzusetzen und die Vorlesungen und Seminare nachzuarbeiten. Aber mit Biss geht das gewiss!

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