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Studienstiftung des Deutschen Volkes – Teil 2

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

04.01.2016

Der zweite Teil des Auswahlseminares in Bielefeld setzte sich aus zwei Einzelgesprächen mit Kommissionsmitgliedern zusammen. Das erste führte ich mit einem Professor der Mathematik. Er wollte wenig zu meinem Lebenslauf wissen und wenig dazu, was ich momentan gerade mache. Er sprach kurz mein Referatsthema an, und ich erklärte ihm, worum es dabei ging. Anschließend warf er noch einige ethische Fragen auf, die es zu klären galt. Insgesamt hatten wir eine überaus interessante Diskussion, die mich am Ende mit sehr vielen Fragen gehen ließ. Auch fand ich sehr undurchsichtig, inwiefern das Gespräch nun gut war – oder nicht.

Mit einem Deutsch- und Sportlehrer durfte ich das zweite Gespräch führen. Hierbei ging es deutlich mehr darum, was ich bisher in meinem Leben gemacht habe. Besonderes Augenmerk legte der Herr auf meine Zeit als Schülersprecher. Hier wollte er wissen, mit welchem Wahlkampfthema ich gestartet sei, wobei ich zugeben musste, dass es kein richtiges gab. Die Schüler waren froh, jemanden gefunden zu haben, der bereit dazu war, dieses Amt zu übernehmen. Völlig perplex nahm er das zur Kenntnis.

Gut fand er, dass mein Lebenslauf selbstironisch gehalten ist, ein paar Mal musste er sogar schmunzeln. Schade fand er, dass ich nicht noch weiter darauf eingegangen bin, dass ich zwölf Jahre Fußball gespielt habe. Ich aber hielt das für weniger relevant, schließlich handelt es sich hier schlicht um etwas, das mir Spaß gemacht hat und das ich nicht auf Leistung betrieben habe. Auch das nahm er perplex zur Kenntnis. Fokussiert hat er, dass ich mich um Menschen „am Rande der Gesellschaft“ kümmere, sodass wir schnell auch auf soziales Engagement zu sprechen kamen

Mit einem etwas mulmigen Gefühl blicke ich auf die einzelnen Diskussionen und Gespräche zurück. Es war in Ordnung, aber das wird wohl keineswegs reichen. Abgefunden habe ich mich damit bereits während des Wochenendes, was mir eine resignierte Stimmung bescherte. Gespannt bin ich dennoch auf die Ergebnisse. Ein bisschen Hoffnung ist schließlich da. Sollte es nichts werden, so kann ich jedenfalls behaupten, ein grandioses Wochenende gehabt zu haben, an dem ich eine Menge intelligenter und kompetenter Menschen kennenlernen konnte.

Insgesamt eine wirklich wunderbare Erfahrung, an diesem Auswahlwochenende teilgenommen zu haben. Ich konnte meinen Horizont erweitern, bekam aber gleichzeitig auch Grenzen aufgezeigt, wenn ich mit Menschen in Kontakt kam, die weitaus klüger sind als ich selbst. Eine bereichernde und anspornende Lehre. Nun heißt es: Daumen drücken.

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