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Medizin studieren

Ein Zwischenfazit: Leben in einer WG

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

13.01.2016

Als ich meinen Studienplatz erhielt, stellte sich mir die Frage, wie und wo ich denn wohnen möchte. Ich beschäftigte mich damals sehr damit, was es bedeutet, alleine eine Wohnung zu haben, in einem Studentenwohnheim zu wohnen, in eine bestehende Wohngemeinschaft einzuziehen oder selbst eine zu gründen.

Schon einige Monate wohne ich nun in meiner WG mit drei Mitbewohnern. Gemeinsam haben wir schon so manches erlebt, auch mal Streit gehabt, einander unterstützt, zusammen Spaß gehabt, gekocht, gelacht und getanzt. Für mich hat das Leben in einer Vierer-WG bisher nur Vorteile.

Nachteile sehe ich kaum. Für Menschen, die gerne überall ihre eigene Ordnung reinbringen, gibt es die aber sicherlich. Man muss davon ausgehen, dass die Küche, der Flur oder das Badezimmer nicht immer so aussehen, wie man es sich vorstellt. Überall liegen mal Schuhe herum, stehen Dinge, die eigentlich woanders hingehören, oder es ist mal nicht alles sauber. Man muss auch damit klarkommen, dass Mitbewohner durchaus mal lauter Musik hören oder Freunde einladen, mit denen sie sich lautstark unterhalten oder dass vielleicht ein bisschen gefeiert wird. Wer gerne viel alleine ist, hat hier meiner Meinung nach nichts verloren.

Bin ich aber nicht, deshalb ist es für mich ein großer Vorteil, dass immer etwas los ist. So sind Freunde meiner Mitbewohnerin beispielsweise am Wochenende morgens zum Brunchen da, was wunderbar bereichernd ist. Oder es kommen Kommilitonen meines Mitbewohners zum Glühweintrinken in der kalten Jahreszeit vorbei. Jedenfalls lernt man ständig neue Leute und das Umfeld der Mitbewohner kennen. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten: Die Wohngemeinschaft kann die Familie, die man zu Hause verlassen hat, ein Stück weit ersetzen. Wenn sie gut funktioniert, ist man füreinander da, unterstützt sich, hilft sich, sagt sich aber auch mal die Meinung. Es ist immer jemand da, mit dem man reden kann, wenn es eng wird, wenn die Uni zu viel ist oder man Probleme mit Freunden oder Partnern hat. Das finde ich wunderbar.

Mir gefällt auch sehr gut, dass so vieles geteilt wird. Da jeder von allem profitiert, können die Aufgaben gut verteilt werden, wie sich um das Internet zu kümmern, die Miete zu bezahlen, den Müll zu entsorgen, neue Küchengeräte zu kaufen, wenn alte kaputt gehen. Mein Fazit ist klar: Das Leben in einer Wohngemeinschaft kann ich nur wärmstens empfehlen. Wer gerne Menschen um sich herum hat, viel erleben möchte, gute Gespräche sucht und eine „neue Familie“ durchaus mal gebrauchen kann, der ist hier richtig aufgehoben.

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