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Stipendien - die Rückmeldungen

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

18.01.2016

Schon vor einiger Zeit habe ich mich um zwei Stipendien beworben. Während das Auswahlverfahren bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes recht umfangreich war, musste ich für das „ProTalent-Stipendium“ an der WWU Münster nur eine kurze Bewerbung einreichen. Da ich nicht mit einem positiven Ergebnis gerechnet habe, machte es mir auch wenig aus, dass ich kurz darauf eine Absage erhielt. Und immerhin stand der Brief der Studienstiftung ja noch aus.

Per Brief soll die Entscheidung mitgeteilt werden, ob man nun Stipendiat der Stiftung wird und somit alle Vorzüge erhält, die das mit sich bringt. Wir haben untereinander Nummern ausgetauscht, als wir beim Auswahlverfahren waren, um in Kontakt bleiben zu können.

Einige schrieben bereits vor einigen Tagen, dass sie eine Absage bekommen haben. Allerdings ist das nicht unbedingt positiv für mich, da es keine Quote gibt. Die Studienstiftung kann auch rein theoretisch keinen einzigen der Teilnehmer an dem Auswahlverfahren nehmen, wenn sie keinen für geeignet empfindet. Auch bedeutet die Absage für einen anderen nicht, dass ich es selbst besser gemacht habe. Nachdem ich mich schon während des Auswahlverfahrens damit abgefunden hatte, eine Absage zu erhalten, resignierte ich erneut. Sollte doch eigentlich ganz entspannt sein. Durchatmen und Warten. Wieder einmal.

Wie nervös ich war, zeigte sich daran, dass ich permanent zum Briefkasten eilte, um zu schauen, ob ein Brief eingetroffen sei. Wieder nichts. Und dann endlich. Voller Ehrfurcht nahm ich ihn heraus. Ich drehte ihn in den Händen und hoffte, er würde mich nicht enttäuschen.

Doch ich rechnete nicht mit einer Zusage – ich bekam auch keine. Sollte mich mit Stolz erfüllen, meine Erwartungen erfüllt zu haben. Tut es natürlich nicht. Ein allgemeiner Wisch erklärte mir, dass es nicht an mir gelegen habe, nicht an meinen Tätigkeiten, nicht an meinem Engagement und nicht an meinen Leistungen. Niedergeschlagen versuchte ich, herauszufinden, woran es lag. Um hier zu bestehen, muss man zu den Besten der Besten gehören. Die Teilnahme an wissenschaftlichen Wettbewerben ist wichtig, aber auch, sich in enormer Art und Weise sozial zu engagieren. Naiv von mir, dass ich dachte, da mithalten zu können. Da muss mehr kommen.

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