zum Inhalt

Kopfbereich

interaktiv

Hauptbereich

Medizin studieren

Ersticken

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

18.02.2016

Die Schlinge zieht sich zusammen. Ich winde mich, um loszukommen. Anatomie zieht von hinten, neben ihr die Biologie, die noch mehr Kraft zu haben scheint. Nur die Chemie zieht noch fester.

Mikrobiologie, Genetik, Herz-Kreislauf-System, Nomenklaturen, Deklinationen, Carbonylverbindungen, Carbonsäurederivate, Aromaten, Esterverbindungen, Embryologie, Zytologie. Wer behält da den Überblick?

Ich erinnere mich, geschrieben zu haben, dass alles nicht ganz so stressig sei, wie ich es mir vorgestellt habe – da habe ich mich wohl geirrt! Die Lernmenge ist vergleichbar mit der im Abitur. Da hatten wir aber auch zwei Jahre Zeit, uns das Wissen anzueignen. Vorteil während des Abiturs war zudem, dass man noch zu Hause wohnte. Man musste sich um nichts kümmern musste, schließlich unterstützten die Eltern einen dabei, in Ruhe zu lernen. Oh, wenn meine Wäsche dasselbe machen würde! Oder mein Essen, der Müll oder die Arbeit: alles erledigt sich einfach von alleine, damit ich genug Zeit habe, ausreichend zu lernen. Welch schöne Vorstellung!

Die erste der beiden Chemie-Klausuren habe ich bereits geschrieben. Da ich mit 86,5 Prozent bestanden hatte, musste ich nun nur 50 Prozent erreichen, um den Schein für Chemie zu bekommen. Als ich letztens im Chemie-Seminar saß und uns die Themen für die nächste Klausur um die Ohren gehauen wurden, schluckte ich dann aber doch ganz schön. Und gleichzeitig nähert sich mir ein weiterer Feind. Ach, Physik du auch noch! Bin ich froh, wenn die Lernzeit vorbei ist.

Diesen Artikel teilen