interaktiv

Medizin studieren

Was in, auf und an uns lebt

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

26.02.2016

Kurz vor Ende des ersten Semesters steht noch ein weiteres Praktikum an: Mikrobiologie. Dort lerne ich beispielsweise die Gram-Färbung, bei der man Bakterien unterschiedlicher Zellwandart andersfarbig darstellen kann, um sie unter dem Mikroskop zu untersuchen. Außerdem untersuche ich Parasiten, Bakterien Würmer und Pilze. Ich schaue mir große Kolonien an, die per Dreiösenaufstrich auf Agra-Agrar-Platten aufgetragen werden. Unter dem Mikroskop kann ich mir anschauen, wie diese Zellen genau aussehen, was sie unterscheidet, ob sie Sporen ausbilden. Ich nehme das als gute Vorbereitung auf Histologie. In diesem Fach werde ich ab dem zweiten Semester die verschiedenen Zellarten auswendig lernen müssen.

Besonders spannend finde ich es, die Bakterien zu untersuchen, die in unserem Nasen-Rachen-Raum und auf unserer Haut leben. Hierfür wird ein Abstrich mithilfe eines sterilen Tupfers von der Schleimhaut aus dem Rachenbereich genommen. Nach etwa einem Tag kann man dann bei einzelnen Bakterien Veränderungen feststellen.

Es ist echt Wahnsinn, wenn man sich ausmalt, wie viele Bakterien unser Leben begleiten. Und sie vollbringen echt unglaubliche Arbeit: Zum Beispiel bieten sie uns Schutz vor krankheitserregenden Zellen und unterstützen unseren Verdauungstrakt dabei, die Nahrung gut zu verkleinern und schädliche Bakterien abzutöten.

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