interaktiv

Medizin studieren

Versunken

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

14.03.2016

Lernen, das ist das Einzige, womit ich mich im Moment beschäftige. Ich verkrieche mich tagsüber in einer Einzelkabine der Bibliothek, gehe zeitig ins Bett und stehe früh auf, um schnell wieder mit dem Prüfungsstoff zu beginnen. Ständig denke ich, ich würde dennoch zu wenig lernen. Doch das einzige, was ich momentan zu wenig mache, ist leben! Als ich mich für das Medizinstudium entschieden habe, wusste ich, dass ich viel werde büffeln müssen. Was ich jedoch nicht wusste, ist, dass ich so viel dafür opfern muss. Im Moment möchte ich einfach nur nach Hause zu meiner Familie, denn das Leben hier in Münster assoziiere ich nur noch mit Stress und Druck. Ich wünschte, ich könnte mal wieder feiern gehen, mich mit Freunden in einer Kneipe treffen, abends Live-Musik lauschen, gemeinsam kochen, ins Theater gehen oder ein interessantes Museum besuchen. Doch selbst wenn ich mir die Zeit dafür freischaufeln würde, wären alle meine Freunde mit Lernen beschäftigt. Niemand hätte Zeit. Ich bin total versunken zwischen „Tight Junctions“, Viren, dem Verdauungstrakt, dem Herz-Kreislauf-System und der Embryologie. Versunken in einen Stress, den ich mir – und das muss ich an dieser Stelle zugeben – durchaus selbst mache. Trotzdem hoffe ich, dass es möglichst bald vorbei ist.

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