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Medizin studieren

Eine Woche Totalausfall

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

29.03.2016

Eigentlich hätte ich nach zwei Wochen Famulatur in der Kardiologie und zwei Wochen in der Neurologie noch eine Woche Blockpraktikum an der Uniklinik gehabt.

Aber ein fieser Virus erwischte mich am Sonntag, bevor es losgehen sollte und am Montag lag ich mit 39 Grad Fieber und Schüttelfrost im Bett und konnte nur eines denken: „Wie soll ich so bloß auf Patienten losgelassen werden?“

Zur Besprechung schleppte ich mich noch, aber die Ärztin machte ihrem Berufsstand alle Ehre, entdeckte meine Gebrechlichkeit und schickte mich direkt wieder nach Hause. Das überraschte mich nicht und ich war froh, als ich wieder zuhause in meinem Bett lag. Erst 22 Stunden später wachte ich wieder auf. Man könnte meinen, damit sei mein Schlafbedarf erstmal gedeckt gewesen, aber nach dreißig Minuten im Wachzustand, in denen ich verzweifelt versuchte, ein Brötchen zu vernichten, fiel ich zurück ins Bett. Die nächsten Tage versprachen zunächst keinerlei Besserung. Im Gegenteil: Husten, eine zugeschwollene Nase und, aufgrund der ganzen Liegerei Rückenschmerzen, kamen hinzu.

Erst gegen Ende der Woche ging das Fieber allmählich zurück, der Husten löste sich etwas und die Kopfschmerzen ließen nach. Für jemanden wie mich, der eigentlich nie wirklich krank ist, war das tatsächlich eine Grenzerfahrung. Noch nie im Leben habe ich mich so aufgeschmissen und hilflos gefühlt. Jetzt merke ich aber langsam, dass es wieder bergauf geht. Hoffentlich dauerhaft!

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