interaktiv

Medizin studieren

Alltägliche Wehwehchen

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

13.05.2016

In den vier Wochen, in denen ich in einer Allgmeinarztpraxis hospitiert habe, konnte ich wirklich viel lernen und habe von traurigen über lustige Geschichten jede Menge mitbekommen. Am meisten profitiert habe ich von der allseits bekannten Schweigepflicht, auf die jeder Patient vertrauen können muss und definitiv auch darf. Dadurch, dass ich das Praktikum in meiner Heimatstadt absolviert habe, sind doch immer wieder Bekannte in die Praxis gekommen. War es anfangs noch schwer, der Familie abends nicht zu erzählen, wieso XY zum Arzt musste, schaffte ich es zunehmend, meine Arbeit und Privates zu trennen. Klar spricht man über Patientenleiden – alles in sich hineinzufressen ist ja auch ein Ding der Unmöglichkeit. Wichtig ist allerdings, dass man darauf achtet, die Anonymität zu wahren und keine Details preiszugeben.

Es kamen beispielsweise Patienten, die einfach mal wieder mit dem Arzt quatschen wollten, einer, der sich über übelriechenden Stuhlgang beschwerte, und solche, die mit Listen vergleichbar einer Einkaufsliste anmarschiert kamen und ein großes Blutbild oder andere Untersuchungen forderten.

Aber es gab auch nicht so schöne Erlebnisse. Was ich zum Beispiel nicht so toll fand, war oftmals die Selbstverständlichkeit, mit der Krankschreibungen eingefordert wurden. Mir ist bewusst, dass jeder Mensch einmal krank ist und nicht zur Arbeit kann. Aber bei dem einen oder anderen könnte man schon fast ein System dahinter vermuten. Aber zum Glück sind das nur Einzelfälle.

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