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Medizin studieren

Erste Hilfe

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

01.07.2016

Es regnet in Strömen. Die Sicht ist schlecht, die Autos rutschen zunehmend über die nasse Fahrbahn. Dann gerät der Wagen vor uns außer Kontrolle und wir hören ein lautes Krachen. Wir stellen die Warnblinkanlage an und vergewissern uns, dass wir sicher neben dem verunglückten Wagen halten können. Nachdem wir ausgestiegen sind, stellen wir ein Warndreieck auf, um die Unfallstelle abzusichern. Einer von uns begibt sich zu dem Wagen und schaut nach den Insassen. Der Fahrer ist bei Bewusstsein, der Beifahrer nicht. Einer wählt den Notruf, nennt unseren Standort und beschreibt, was passiert ist. Dann beginnen wir, den Beifahrer aus dem Auto zu befreien. Wir stellen fest, dass der Mann nicht atmet, also beginnen wir, ihn zu reanimieren. Ich öffne die Jacke des Verunglückten, reiße sein T-Shirt auf und beginne mit der Herz-Druck-Massage. In den nächsten Minuten, die sich wie Stunden anfühlen, warten wir auf den Rettungswagen.
Für das Physikum musste ich an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen. Genauso echt wie ich euch das eben beschrieben habe, wurde auch im Kurs die Notsituation nachgestellt. Die „Opfer“ waren aber Schauspieler. Wir lernten an den zwei Tagen, wie wir im Ernstfall reagieren müssen, wenn wir beispielsweise einen Menschen vorfinden, der unterkühlt ist, nicht mehr atmet oder einen Krampfanfall erleidet.
Sollte der Ernstfall wirklich eintreten, ist zwar nicht garantiert, dass alle Teilnehmer des Kurses angemessen und sofort reagieren, aber immerhin haben wir es geübt und wurden geschult, wie wir im Notfall helfen können.

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