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Medizin studieren

Das vergessene Fach

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

23.08.2016

Wenn man sich das gesamte Semester über von Anatomie-Testat zu Anatomie-Testat hangelt, stundenlang an seiner Körperspende im Präpariersaal arbeitet und sich jeden Tag Seminare und Referate über die verschiedensten Themen, kann es vorkommen, dass man ein weiteres Fach im zweiten Semester vergisst: Biochemie. Ich zumindest habe das Fach in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt.
Es gab zwar alle zwei Wochen Praktika und Seminare für Biochemie – jedoch waren diese nicht besonders spannend. So fühlte ich mich in den Seminaren oft, als säße ich in einer Altgriechisch-Vorlesung. Das führte dazu, dass ich mich mehr mit meinem Tablet oder Handy beschäftigte als mit dem Stoff. Auf die Praktika musste man sich zwar vorbereiten, aber das Auswendiglernen von ein paar Floskeln hat gereicht, um durch das mündliche Antestat und die Abschlussbesprechung zu kommen.
Nun aber habe ich mir ein Herz gefasst und kämpfe mich durch den Abbau von Glucose, die Beta-Oxidation von Triacylglyceriden (Fette) und die Proteinbiosynthese, lerne, wie in unseren Zellen Energie gewonnen wird, was Insulin bewirkt und wie Stoffwechselprozesse gesteuert werden. Die Kenntnis darüber, wie Prozesse in unserem Körper ablaufen, ist schließlich ein absolut relevanter Bestandteil einer guten medizinischen Arbeit. Ich möchte nicht nur einfach durch diese Klausur kommen, ich will es auch wirklich verstehen, um später ein guter Arzt zu werden.

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