interaktiv

Medizin studieren

Neuanfang

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

12.01.2017

Lange ist im Labor für mich so gut wie gar nichts vorangegangen. Zunächst waren die Ergebnisse der Polymerase-Kettenreaktionen so wie gewünscht, doch die Kontrollen innerhalb der Reaktionen schlugen fehl. Dann bekam ich die Kontrollen zum Laufen, aber die Ergebnisse passten nicht mehr. Die folgenden zwei Monate war ich also damit beschäftigt, meine anfangs guten Ergebnisse zu reproduzieren, was mir allerdings nie in der Qualität gelang, dass es für eine etwaige Publikation ausreichen würde. Die Ergebnisse waren alles andere als ideal und immer wieder klappten Dinge nicht, für die auch erfahrene Laboranten keine Erklärung hatten. Die Aussagen „Da müssen wir alle durch, immer wieder“, oder: „Du bist nicht allein, so funktioniert Wissenschaft“ sollten mich trösten.
So recht klappte es nicht, aber ich gab nicht auf. Dann kam mein Einsatz als Physiologie-Tutor und meine Labortätigkeit war fürs Erste auf Eis gelegt. In Woche drei jedoch hatte ich ein freies Zeitfenster und beschloss, nochmal von vorne zu beginnen, also neue Proben zu gewinnen, neue Kontrollen herzustellen und dann mit neuem Material einen neuen Versuch zu starten. Ich krempelte die Ärmel hoch und verschanzte mich eine Woche sowie die angrenzenden Wochenenden im Labor.
Und siehe da: Die Ergebnisse, auf die ich ewig gewartet hatte, tröpfelten so langsam ein. Und nicht nur einmal! Innerhalb von vier Tagen hatte ich das „n“ (also die Anzahl der positiven Wiederholungen des gleichen Versuchs) so hoch geschraubt, dass es für eine Veröffentlichung wasserdicht sein würde – ein wichtiger Motivationsschub für mich. Es ist zwar erst ein geringer Teil der Gesamtarbeit getan, aber ich habe mir bewiesen, dass es doch klappen kann!

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