zum Inhalt

Kopfbereich

interaktiv

Hauptbereich

Medizin studieren

Unterschiedliche Etappen

Autor:
Thilo

Rubrik:
orientieren

15.02.2017

Mittlerweile haben wir 14 Prüfungen hinter uns. 14 Mal Anspannung, Aufregung, Nervosität, Erleichterung, Enttäuschung, Freude. Im ersten Semester standen drei Klausuren in Chemie an, jeweils eine in Biologie, Physik sowie Anatomie und Terminologie. Dann folgten im zweiten Semester die Testate: passiver Bewegungsapparat, aktiver Bewegungsapparat, Situs, also die Lage der Organe, dazu eine Klausur in Biochemie. Am Anfang des dritten Semesters war die Klausur der makroskopischen Anatomie zu bewältigen, vier Wochen später das Testat über das zentrale Nervensystem, nun das erste Physiologie-Testat.
14 Prüfungen bedeuten aber auch, dass man 14 Mal scheitern könnte. Manche meiner Kommilitonen müssen noch vier oder fünf Prüfungen wiederholen. Allerdings ist es eine große Herausforderung, neben den sowieso anstehenden Klausuren noch Altlasten zu meistern. Vielen kommt daher die Idee, ein Semester länger zu studieren. So kann in dem zusätzlichen Semester alles wiederholt werden, was vorher nicht bestanden worden ist.
Doch die Entscheidung, ein Semester zu wiederholen, ist nicht immer freiwillig. So darf man in der Physiologie nur einmal ein Testat nicht bestehen, und muss das Semester wiederholen, ebenso sieht es in der Biochemie aus, wenn man die Klausuren beide nicht besteht.
Auch wenn wir uns in unterschiedlichen Stadien befinden, studieren wir alle zusammen mit dem Ziel, Ärztinnen und Ärzte zu werden – ohne uns dabei als Menschen auf dem Weg zu verlieren. Es wird den Menschen, die wir später behandeln werden, nur nützen.

Diesen Artikel teilen