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Medizin studieren

Semesterferien nutzen

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

02.03.2017

Nachdem ich voriges Jahr in den Semesterferien meine Freizeit genossen habe, wollte ich nun mal wieder arbeiten und Geld verdienen. Es war naheliegend, mich um einen Job in einem Krankenhaus zu bemühen. Ich dachte, ich hätte dank meines Freiwilligendienstes in einem Krankenhaus, meiner Nachtbereitschaft in der Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte und meinem jetzigen Medizinstudium gute Chancen. Außerdem bewarb ich mich noch bei mehreren Dialysezentren. Aber es kam bei elf Initiativbewerbungen nicht ein einziges Angebot für eine Stelle zurück, sondern erhielt entweder keine Antwort oder mir wurde freundlich mitgeteilt, dass man für meine Arbeitskraft keine Verwendung finde.
Empfohlen wurde mir daraufhin von einem Freund jobmensa.de, eine Seite, auf der verschiedene Unternehmen Neben- und Ferientätigkeiten anbieten. Euphorisch durchstöberte ich diverse Anzeigen, war meist enttäuscht von der geringen Bezahlung und den Angeboten, am Telefon Kundeninterviews zu Marktforschungszwecken zu führen. Interessant fand ich eine Firma, die Erste-Hilfe-Schulungen anbietet und dafür in vielen Städten Deutschlands weitere Dozenten sucht. Für jede Schulung gibt es bis zu 135 Euro. Voraussetzung ist aber, selbst zunächst zwei Schulungen zu besuchen, die jeweils ein ganzes Wochenende dauern. Die Firma übernimmt die Kosten hierfür nur, wenn man 50 Schulungen in zwei Jahren garantiert. In Münster biete man aber nur am Wochenende Schulungen an, sodass es vorbei wäre mit freien Samstagen und Sonntagen.
Nicht wirklich begeistert von der Ausbeute stieß ich – wie ungefähr jeder auf der Suche nach einer Ferientätigkeit – auf die Automobilbranche. Hier werden dauernd Werkstudenten gesucht. Ich bewarb mich in Bremen. Die Tätigkeit umfasst Wochenend- und Nachtschichten bei einer 40-Stunden-Woche, mindestens drei Wochen muss man arbeiten und kann wirklich recht viel Geld verdienen. Aber auch hier habe ich bisher keine Antwort erhalten.
Am aussichtsreichsten ist meine Bewerbung bei einem Berliner Unternehmen. Der Job umfasst die Arbeit an Infoständen in verschiedenen Städten Deutschlands. Für Organisationen wie Amnesty International oder WWF versucht man hier, Menschen für aktive Mitarbeit oder aber eine Spende zu gewinnen. In wenigen Tagen habe ich ein Vorstellungsgespräch per Skype und bin gespannt, was dabei herauskommt und ob ich den Job bekomme.

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