interaktiv

Medizin studieren

Dem bloßen Auge verborgen - 2

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

19.04.2017

Ich zucke zusammen und muss kichern. Der kalte Schallkopf des Ultraschallgeräts ist voll mit Gel und wird mir zwischen meine Rippen am linken Rand des Brustkorbes gesetzt, das kitzelt. Ziel ist es, meine Milz ausfindig zu machen, die sich irgendwo auf Höhe der neunten und zehnten Rippe befinden muss. Das ist aber gar nicht so einfach, weil sich die Knochen im Bild immer wieder davor schieben. Sowieso sieht mein Inneres auf dem Monitor geheimnisvoll aus. Was soll das da überhaupt sein? Sind diese grauen Farbtöne gesund? Und die schwarzen, weißen? Wer soll denn hier was erkennen?

Die Sonographie ist eine überaus relevante Möglichkeit, Brust und insbesondere Bauch zu untersuchen. Es lässt sich quasi alles darstellen, über die großen Gefäße bis hin zum heranwachsenden Leben im Leib der Mutter. Dabei braucht man lange, um zu verstehen, wo man sich auf dem Bild gerade befindet, immer abhängig davon, wie man den Schallkopf gerade hält.

Wir untersuchten so beieinander Leber und Gallenblase und maßen diese aus. Selbiges machten wir bei den Nieren, um herauszufinden, was die Bauchaorta und die große Hohlvene sind. Wunderbar praktisch ist, dass es eine Funktion des Sonografen gibt, die es ermöglicht, in Gefäße hineinzuhorchen. So lässt sich ermitteln, um welche Art Gefäß es sich handelt: Arterien schlagen einfach, bei Venen ist ein Doppelschlag und ein eher arrhythmisches Rauschen zu vernehmen.

Auch die Schilddrüse nahmen wir uns mit einem kleineren Schallkopf vor. Die Schilddrüse ist deshalb interessant, weil man recht häufig etwas findet. So auch bei uns, wo die ein oder andere Zyste auftauchte, die aber nicht weiter schlimm ist. Ob es sich tatsächlich um einen Tumor handelt, ließe sich dann mithilfe der Nuklearmedizin herausfinden. Zysten zeigen sich durch ein echoarmes, also schwarzes Inneres, das von einem echoreichen, zum Rücken hin auslaufendem Rand umgeben wird. Auch die Schilddrüse maßen wir aus, da hiermit Über- und Unterfunktionen der Schilddrüse festgestellt werden können.

Das Röntgen ist eine weitere zweidimensionale diagnostische Methode, die besonders zum Erkennen von Veränderungen des Knochens dient. Sie ist aber auch nützlich, um beispielsweise Erkrankungen von Lunge und Herz darzustellen.

Röntgenaufnahmen müssen immer in zwei Ebenen gemacht werden, um eine dreidimensionale Vorstellung davon zu bekommen, wie Organe oder Knochen im Raum liegen. Wie eine Fraktur aussieht, wurde bei den Aufnahmen jüngerer Patienten klar, die beispielsweise auf den Arm gefallen waren und sich das Handgelenk brachen.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.