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Medizin studieren

Dem bloßen Auge verborgen - 3

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

26.04.2017

Die beiden großen Röhren, Computer- und Magnetresonanztomograf, flößen so manchem Patienten gehörigen Respekt ein. Besonders Letzterer macht viel Krach und verursacht ein Gefühl der Beengung, wenn man darin liegt. Auch ich durfte nun wieder in den „Genuss“ kommen, als mein linkes Knie untersucht wurde, weil es einen Meniskusschaden hat.
Auch an der Uni ging es zuletzt um diese beiden Verfahren. In unserem Kurs haben wir über deren Vor- und Nachteile gesprochen und uns Untersuchungsbilder angeschaut. Bei der Computertomografie ist die Strahlenbelastung recht hoch. Aber es lohnt sich für die Bilder, die man erhält, allemal - insbesondere, wenn Kontrastmittel eingesetzt werden. Diese werden entweder oral oder über einen venösen Zugang gegeben. Wir selbst durften im Kurs alle Mittel probieren –zur Belustigung unserer studentischen Hilfskraft, denn uns verzog es bei diesem unangenehmen Geschmack die Gesichter. Je nach Wartezeit lassen sich mithilfe des Kontrastmittels entweder Verdauungsorgane (bei oraler Gabe), Arterien oder Venen darstellen und somit beurteilen.
Wie auch beim Röntgen und bei der Sonografie (Ultraschall) schauten wir uns an vier Kurstagen unterschiedliche Regionen des Körpers an, betrachteten osteolytische Metastasen, die Knochen auflösen und mithilfe von CT und MRT in Lage und Größe bestimmt werden können. Auch werden die beiden Untersuchungen genutzt, um während der Strahlentherapie bei einer Krebsdiagnose den Verlauf kontrollieren zu können. Überaus spannend waren die Aufnahmen vom Kopf, die dazu dienen, um nach Schlaganfällen Aneurysmen, also Risse von Gefäßen, festzustellen.
Bauch, Knochen, Kopf und Brustkorb bedürfen anderer Filter, die digital eingesetzt werden, um spezifisches Gewebe besser darstellen zu können. Wir sahen uns sowohl gesunde (physiologische) Zustände als auch kranke (pathologische) anschauen können, um uns nach und nach an die Aufnahmen heranzutasten.
Denn, wie ich bei meinem eigenen MRT feststellen musste, ist es gar nicht so einfach, Verletzungen oder Veränderungen zu erkennen. Mein Knie wies für meinen Blick keine Risse im Meniskus auf, soll dort aber eine Läsion mit Einklemmung haben, sagte mir der Arzt. Dem ungeschulten Auge bleibt das verborgen.

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