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Eine andere Stadt

Autor:
Johannes

Rubrik:
orientieren

04.07.2017

Nach vier Jahren Münster komme ich langsam aber sicher immer häufiger an den Punkt, an dem ich denke: Ja, schön ist es wohl, aber auch ziemlich klein. An den verschiedenen Orten der Stadt denkt man immer wieder: Hier gehe ich jetzt seit vier Jahren hin, geändert hat sich nichts, es ist schon okay, aber haut mich jetzt auch nicht mehr vom Hocker.

Mittlerweile würde ich mich tatsächlich freuen, mal die Stadt wechseln zu können. Leider bin ich für mindestens weitere drei Jahre an Münster gebunden. Daher werde ich mir wohl weiterhin die Vorteile vor Augen führen müssen:
In kaum einer Stadt wird so viel Fahrrad gefahren wie hier. Ob 85-jährige Oma oder Anzugträger mit Aktenkoffer, alle schwingen sich allmorgendlich auf ihre Drahtesel.

Selbst die Mädels, die sonst nur in High Heels unterwegs sind, ziehen sich bei Regen einfach eine Regenhose an und setzen sich auf die sogenannte „Leeze“. Ehrlicherweise sei hier erwähnt, dass es tatsächlich auch einige Spezialisten gibt, die das Kunststück fertig bringen, mit Regenschirm Fahrrad zu fahren.
Aber all das tangiert mich persönlich eigentlich nicht, Fahrrad gefahren bin ich vorher und werde ich auch später, ganz gleich, in welche Stadt es mich einmal verschlagen wird.

Ich kann es kaum erwarten, in eine Stadt, in der eine Steigung von ein Prozent nicht als Berg, sondern Ebene bezeichnet wird, zu ziehen.

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