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Medizin studieren

Psychoterror

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

10.08.2017

Nach bald vier Jahren sollte man es wissen: Wenn Studierende aus höheren Semestern sagen, eine Prüfung sei leicht, kann man davon ausgehen, dass das Bestehen tatsächlich kein Hexenwerk sein wird.
Aber dann kommen eben auch immer wieder die Profs und Kursverantwortlichen um die Ecke, die vor Prüfungen warnen, ihre Anforderungskataloge veröffentlichen und Hinweise fallen lassen, wonach man gefühlt ohne Facharztausbildung unmöglich diese Prüfung bestehen kann.
So lief es auch wieder mit der mündlichen Mibi-Prüfung, also der in Mikrobiologie. Unzählige Kommilitonen sagten uns zuvor, dass diese ein Kinderspiel sein würde. Aber in Anbetracht der Stofffülle, des mündlichen Prüfungsmodus‘ und des latenten Zeitdrucks kam trotzdem Schlussphasenpanik auf – bei ausnahmslos allen.
Und eine Stunde später wanderte ich dann leicht beschämt mit einer eins im Gepäck aus dem Prüfungsraum und dachte: „Au weia, dafür der Aufwand?“ Von „den Alten“ wurde ich nur mitleidig angegrinst, Salz in die Wunde.
Aber das hat vermutlich System. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass wir tatsächlich vernünftig lernen. Und im Fall von Mikrobiologie ist das Ganze sogar sinnvoll: Nach der mündlichen Vorprüfung wartet am Ende des Semesters sowieso noch eine schriftliche Abschlussklausur. Gramnegative Stäbchen auswendig gelernt zu haben, wird sich spätestens dann lohnen.

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