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Medizin studieren

Fehlentscheidungen

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

24.10.2017

Tagelang wartet man auf die perfekten Wellen. Sieht in den Vorhersagen ganz am Ende einen Trend. Freut sich tags darauf, dass die Vorhersage zu stimmen scheint.
Man liest im Surfführer, welcher Strand für diese Wellen geeignet sein könnte. Bei dieser Gezeit, bei diesem Wind und den Wellen aus dieser Richtung, wird es da in Bakio perfekt sein? Oder sollte ich doch lieber nach Mundaka? Aber was, wenn da wirklich so viele aggressive einheimische Surfer im Wasser sind? Lauter Fragen, die ein Büchlein zu beantworten versucht, aber dies eben nur eingeschränkt vermag.
Schlussendlich muss ich mich auf meinen Instinkt verlassen – und der lag leider vor ein paar Tagen falsch. Die Wellen waren dort, wo ich war, gut. Aber eben nicht so gut wie ein paar Kilometer weiter. Das erfuhr ich leider erst, nachdem ich nach einer mittelmäßigen Surfsession weiter gen Westen fuhr und an einem anderen bekannten Spot hielt. Dort ist laut den anderen Surfern eine richtig gute Welle gebrochen. Also einfach nochmal rein? Nein, so einfach geht das nicht. Der circa sechsstündige Wechsel zwischen Ebbe und Flut hat diese tolle Welle innerhalb einer halben Stunde in ein unsurfbares „Schwabbelmonster“ verwandelt. Und in drei Stunden soll der Wind drehen! Also weiter zum nächsten Strand, der vor eben diesem Wind geschützt liegt. Doch dort verhält sich alles anders als vorhergesagt. Mein sonst ganz guter Instinkt versagte an diesem Tag auf ganzer Linie. Zurück bleibt das bittere Gefühl, ziemlich gute Wellen ziemlich mies genutzt zu haben.

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