interaktiv

Medizin studieren

Hilfsbereitschaft

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

15.11.2017

Manchmal tut die eigene Dummheit echt weh: An einem sehr schönen Strand angekommen, hatte ich mir vorgenommen, ein bisschen abseits zu parken. Denn der Großteil der „Parkplätze“ war entweder steinig, erdig oder grasbewachsen. Also fuhr ich mit dem Gedanken, viel besser als die anderen zu stehen an allen Autos vorbei. Ein wunderschöner Fleck – absolut autoleer, mit Meerblick, unter Pinien – bot sich ideal zum Autoabstellen, Hängematte aufhängen und Slackline spannen an. Allerdings trennten mich nur ein etwa zehn Meter breiter Sandstreifen vom Meer. Ich dachte noch: „O weh, aber wird schon gut gehen ...“, da drehten die Räder auch schon durch.
Ohne Chance, da wieder rauszukommen, stieg ich aus dem Auto aus. Es kamen schon die Ersten angetrabt, um zu schauen, was der Depp in seinem blauen Bus jetzt wohl macht. Glücklicherweise hielt sich die Schadenfreude in Grenzen und schnell fanden sich vier Jungs, die mich anschoben. Doch es half nicht im Geringsten.
Dann drängte sich ein älterer Spanier durch meine Helfergruppe nach vorne und redete auf Spanisch auf uns ein. Leider verstand ihn keiner und als er das begriff, bedeutete er mir, mitzukommen. Er fuhr mich 500 Meter weit zum ersten Haus, klingelte dort und erklärte dem öffnenden Mann wohl meine missliche Lage. Der wiederum schwang sich direkt auf seinen Traktor und langsam begriff ich.
Im Nu stand mein Bus auf sicherem Grund. Der Spanier hatte, wie sich herausstellte, am Morgen denselben Fehler begangen und war von ebendiesem Bauer selbst wieder auf festen Boden befördert worden. Ich war beiden zutiefst dankbar.

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