interaktiv

Medizin studieren

Disziplin

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

19.02.2018

Ohne Disziplin würde wohl kaum ein Mensch jemals einen Abschluss erlangen, Deadlines einhalten, sein Gewicht halten – oder eine Doktorarbeit schreiben. Ich bin eigentlich kein undisziplinierter Mensch, das würde mir sonst vermutlich auch schnell um die Ohren fliegen. Als Abiturient hätte ich jedenfalls jeden Medizinstudierenden, der für sich Faulheit oder Disziplinlosigkeit beansprucht, freiheraus ausgelacht. Doch ich gehöre zu denen, die hart an ihrer Disziplin arbeiten müssen: Ich mache mir schon Wochen im Voraus Lernpläne, denn sonst passiert es schnell, dass ich selbst kurz vor einer Prüfung einen ganzen Tag im Bett liege und Serien schaue. Die Menge an zu lernendem Stoff lähmt mich, sodass ich am Ende gar nichts erledige.
Deswegen habe ich mir schon früh angewöhnt jeden Tag durchzuplanen und genau festzulegen, was ich zu lernen habe. Oft variiere ich das, aber solange ich weiß, dass ich mich in zwei Tagen mit Psychopharmaka auseinandersetzen muss, mache ich das meist auch.
Die Kehrseite der Medaille ist dabei, dass ich in den Klausurphasen nicht sonderlich flexibel bin. Spontane Planänderungen haben nämlich gleich fundamentale Auswirkungen auf meinen bis zum letzten Tag vor der Klausur durchorganisierten Lernplan. Da ist wenig Raum für einen kurzen mittäglichen Abstecher in die Stadt oder auf den Markt.
Aber da das nur ungefähr zwei Monate im Jahr betrifft, kann ich ganz gut damit leben – auch wenn die Sehnsucht nach einem klausurenfreien Leben immer größer wird. Sind ja nur noch drei Jahre ...

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