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Medizin studieren

Französisch pauken

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

26.02.2018

Da ich in meiner Schulzeit außer Englisch leider keine brauchbare Sprache gelernt habe, beschloss ich vor einem Jahr, die Gelegenheit auf das Erlernen einer Fremdsprache – nämlich durch einen Sprachkurs an der Uni – beim Schopf zu packen. Für mich als versierten Frankreich-Reisenden war Französisch die naheliegende Wahl. Dummerweise sind Uni-Kurse, vor allem die Einsteigerkurse, in der Regel innerhalb kürzester Zeit belegt. Ich bekam daher leider keinen Platz im Anfängerkurs.
Obwohl frustriert, nahm ich mir dennoch vor, die Flinte nicht gleich ins Korn zu werfen. Deshalb besorgte ich mir die alten Französisch-Bücher eines Kommilitonen, paukte an fünf Tagen in der Woche je eine bis eineinhalb Stunden, löste die Aufgaben und pflegte eine Vokabelsammlung. Als ich im folgenden Semester auch nicht in den A2-Kurs kam, war ich kurz davor, alles hinzuschmeißen. Doch am Ende schaffte ich es, mich dazu zu motivieren, ein weiteres Semester täglich alleine zu lernen. Und siehe da: Dieses Semester gelang mir der Coup, direkt in den B1-Kurs aufgenommen zu werden, ohne je auch nur ein Wort Französisch gesprochen zu haben. Nicht, dass ich das sonderlich erstrebenswert fände, vielmehr möchte ich das Problem dabei betonen: All die anderen Kursteilnehmer haben in der Schule Französisch und entsprechend schon ausreichend Gelegenheit gehabt, die Sprache zu hören und selbst zu sprechen. Ich hingegen habe kaum Probleme mit den Texten, auch grammatikalisch bin ich einigermaßen fit – aber ich bekomme kein Wort heraus.
Das nächste Problem ist, dass ich seit Kursbeginn kaum noch selbst lerne. Irgendwie ist die Motivation, alleine daheim zu lernen, nicht sonderlich hoch. Schade, denn ich merke, wie mein Wissen langsam wieder schwindet. Ich muss mir wohl für die Semesterferien einen Lernplan erstellen und ein paar Vokabeln pauken!

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