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Medizin studieren

Klausuren

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

05.03.2018

Der krönende Abschluss des Semesters steht bevor. Freunde ziehen sich zum Lernen zurück. Ich gehe freiwillig um 23 Uhr ins Bett, um früh wieder fit zu sein. Die Vorlesungen enden immer später, da immer mehr Studierende noch Fragen haben. Richtig geraten: Es ist Klausurphase! Dieses Mal jedoch ist vieles anders, vor allem, weil ich den großen Themenblock „Neurowissenschaften“ zu absolvieren habe. Das ist aus dem Grunde etwas anderes, weil es mich ja momentan Richtung Neurologie zieht und dieser Themenkomplex dadurch viel mit meiner späteren ärztlichen Tätigkeit zu tun haben wird. Die Thematik interessiert mich einfach ungemein, insofern fällt mir das Lernen nicht schwer. Klar, wenn ich in der Bib sitze, denke ich recht häufig: „Wie gerne würde ich jetzt einfach daheim im Bett liegen, ein Buch lesen oder einen Film sehen.“ Aber das Gefühl ist verhältnismäßig schwach ausgeprägt, wenn man den Zustand bedenkt, in dem ich mich beim Lernen auf Biometrie, Geschichte der Medizin oder Rehabilitationsmedizin befand.
Leider muss ich nicht nur Neurologie lernen, auch Psychiatrie gilt es zu bestehen. Dazu habe ich einen deutlich schlechteren Zugang als zur Neurologie. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie es ist, „kommentierende“ oder „imperative Stimmen“ zu hören. Da sind Kopfschmerzen deutlich nachvollziehbarer.
Aber gut, auch das ist machbar und in gewisser Weise interessant. Und schließlich werde ich auch als Neurologe später mindestens ein Jahr in der Psychiatrie verbringen müssen, um meinen Facharzttitel zu erlangen.

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