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Medizin studieren

Neuro-Famulatur

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

03.05.2018

Ihr habt vielleicht gemerkt, dass ich momentan im Krankenhaus abhänge und eine Famulatur absolviere. Ich mache dieses Praktikum in einer Nürnberger Neurologie. Wichtig ist mir, zu betonen, dass all die Dinge, die ich in Bezug auf „So will ich nicht werden“, „das läuft falsch bei Chefarztvisiten“ oder „falsche Kommunikation im Krankenhaus“ auf keinen Fall explizit auf dieses Praktikum beziehe. Das sind Erfahrungen, die ich in den vergangen fünf Jahren gezogen habe. Aber klar, auch bei meiner aktuellen Station läuft nicht alles rund. Das ist natürlich ganz normal, schließlich sind wir keine Roboter, sondern eben auch nur Menschen!
Bisher lerne ich ziemlich viel in dieser Famulatur, da ich bis zwei Tage vor meinem Start hier noch Neuro gelernt hatte – fachlich die beste Voraussetzung, das Praktikum zu nutzen. Es macht einfach Spaß, wenn ich bei fast jeder Frage zumindest einen groben Plan habe, was Diagnostik, Therapie-Prinzipien und Prognose angeht! So konnte ich die ersten zwei Wochen bisher sehr viel von dem, was ich vorher theoretisch für die Klausur gelernt hatte, praktisch sehen, anwenden und üben, sodass sich das definitiv festigt. Ich darf zudem relativ viel selbst machen, von körperlicher Untersuchung und Aufnahme neuer Patienten bis hin zu Nervenwasser-Entnahmen (Liquor-Punktionen), dem A und O der Neurologie neben der Bildgebung mittels Computertomographie und Kernspint.
Nächste Woche geht es für mich in die Notaufnahme. Darauf bin ich schon sehr gespannt. da das sicherlich noch mal etwas ganz anderes wird. Innerhalb kurzer Zeit muss ich Patienten triagieren, also sichten und priorisieren, sodass sie korrekt weiterdiagnostiziert werden können.

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