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Medizin studieren

Wenn das Lernen schwerfällt

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

13.08.2018

Diese Klausurenphase ist besonders schwer und unübersichtlich. Es ist die erste Prüfungsphase seit dem Physikum vor einem Jahr. Nun ist es so, dass meine Mitbewohnerin Clara ein Semester weiter ist und mir Tipps geben kann. Die sind nur leider nicht immer eins zu eins auf mich übertragbar, da sie andere Voraussetzungen als ich mitbringt. Dennoch habe ich mich beeinflussen lassen und auf ihren Rat hin zu wenig Zeit zum Lernen eingeplant. Der Einstieg fiel mir auch schwer. Ich habe kaum Vorlesungen besucht, also hatte ich gar keinen Überblick über den Umfang der einzelnen Fächer und musste wild drauf los lernen.
Während der paar Tage, die ich in der Bibliothek verbracht habe, habe ich mich immer gefragt, wie ich für das Physikum konsequent über mehrere Wochen lernen konnte. Meine Lernkondition war damals wesentlich besser. Nun bin ich nach vier Stunden bereits so müde, dass ich kaum weiter machen kann und einfach nur schlafen will. Bereits ein paar Tage vor den Prüfungen konnte ich mich kaum mehr mit neuem Wissen beschäftigen, sondern habe auf die Altfragen der vorherigen Semester gesetzt.
Sparflamme. Dieses Wort beschreibt sehr gut, wie ich mein Studium in den letzten Monaten geführt habe. Und das sollte man sich nicht zum Vorbild machen. Ich frage mich, wo mein Ehrgeiz geblieben ist. Oft denke ich an die Zeit in Asien zurück, die so unbeschwert war. All die Entspannung ist bereits nach wenigen Monaten wieder verflogen. Nun freue ich mich auf die Semesterferien, von denen ich einen ganzen Monat in Leipzig verbringen werde.

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