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Medizin studieren

Trainingspause

Im Februar hatte ich beschlossen, mal aus meiner Komfortzone herauszutreten und mich für den Münster-Triathlon im Juli anzumelden. Zwar kein „Iron Man“, sondern „nur“ die Olympische Distanz, aber für jemanden, der nie wirklich im Ausdauersport zuhause war, doch eine Herausforderung: 1.500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen.
Klar, im Schwimmen bin ich nicht allzu schlecht, aber mit Vereinsschwimmern kann ich nicht mithalten. Gleiches gilt fürs Rennradfahren: Mein 20 Jahre altes Rennrad hatte ich sonst nur ein paar Mal im Jahr aus dem Keller geholt. Und was das Laufen angeht: Bis vor einem Jahr war ich absoluter Lauf-Muffel. Bis ich festgestellt habe, dass mir das offensichtlich doch liegt. Im April begann ich also mit der Vorbereitung und war echt überrascht, wie viel Zeit das doch in Anspruch nimmt.
Motivierend fand ich den schnellen Trainingsfortschritt. Umso verwirrender war es, das doch recht strikt durchgetaktete Training in Frankreich für zwei Wochen komplett aufzugeben und nur zu surfen. Dabei plagte mich überraschenderweise sogar ein schlechtes Gewissen. Aber letztendlich überwog dann doch der innere Schweinehund, der nach vier Stunden Surfen sagte: „Nein, du musst jetzt nicht noch eine Stunde am Strand joggen! Iss‘ lieber noch ein Stück Schokolade! Schwierig war es dann aber auch nach dem Urlaub wieder in den Trainingsrhythmus zu kommen. Aber nach ein paar Tagen hatte sich auch das wieder eingestellt!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Aug 28, 2018
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Aug 28, 2018

Medizin studieren

Zwei Tage, neun Klausuren

Am ersten Tag sechs, am zweiten Tag drei Klausuren. Viel Stoff, und auch wenn es sich um Multiple-Choice-Aufgaben handelt, sind es knapp 150 Fragen, die beantwortet werden wollen. Ich war aufgeregt, als ich wieder vor dem Rechner im Mikroskopiersaal saß und den Fragebogen der ersten Klausur öffnete. Ich war es nicht mehr gewohnt, diese Kreuzchen zu setzen, über drei Stunden am Stück nach dem gleichen Schema Fragen zu beantworten. Insbesondere weil es auch Neuerungen gab.
Bisher wurden alle Fragen unabhängig voneinander gestellt. Um uns mehr an diagnostisches und therapeutisches Denken heranzuführen, gibt es aber auch sogenannte Fallfragen, die aufeinander aufbauen, weshalb man sie nur in einer gewissen Reihenfolge beantworten darf. Der Clou ist, dass man nicht mehr zurück zur vorherigen Frage kommt, weil die nächste oft die Antwort verrät.
Dazu kommen noch Katalogfragen, was bedeutet, dass nicht mehr fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung stehen und man sich die beste aussuchen kann, sondern dass man aus einem großen Register auswählen muss. Oft handelt es sich um Fragen nach Medikamenten, teilweise aber auch nach Diagnosen oder therapeutischen Verfahren. Hier gibt es keine Glückstreffer mehr.
Ich muss sagen, ich war echt schlecht vorbereitet und habe so manches Fach sehr unterschätzt. Besonders der erste Tag lief schlecht.
Ich habe nach den Klausuren tatsächlich gezittert, wie viel ich im nächsten Semester nachschreiben muss. Die Erleichterung kam ein paar Stunden nach dem zweiten Prüfungsblock. Aber mit Ruhm habe ich mich tatsächlich nicht bekleckert. Vier Fächer habe ich auf den Punkt genau bestanden. Das reicht im wahrsten Sinne des Wortes aus, aber kann einen wohl kaum stolz machen.
Denn alles, was ich lerne, ist Grundlage für meine spätere Arbeit. Je besser ich alles beherrsche, desto ein besserer Arzt werde ich sein. Und das ist doch das, wofür ich dieses Studium mache. Oder?

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  Aug 23, 2018
Autor: Thilo
Rubrik: studium
Aug 23, 2018

Medizin studieren

Frankreich - Teil 2

Ein regnerisches Wochenende auf einem Parkplatz, noch dazu mit schlechten Wellen, kann ganz schön die Stimmung drücken. Keine normalen Toiletten, Duschen, eigentlich nichts, was auch nur den geringsten Komfort verspricht, waren in Reichweite. Daher entschieden wir uns, nach San Sebastian zu fahren und die Stadt zu besichtigen.
Zum Glück passte das schlechte Wetter am Wochenende zu der Abwesenheit von Wellen. Pünktlich zum Wiedereinsetzen des Sonnenscheins tauchten am Horizont aber auch wieder die ersehnten, langgezogenen Linien, die schöne große Wellen ankündigen, auf. Nicht mehr ganz so gut wie in der Woche zuvor, aber für uns gut genug! Letzten Endes muss man sich, egal wie die Wellen sind, immer vor Augen halten, dass es auf dem Münsteraner Aasee oder wo auch immer in Deutschland, eben gar keine Wellen gibt. Daher nehmen wir mit, was geht! Solange man sich das in Erinnerung ruft, genießt man jede Sekunde auf dem Wasser umso mehr. Letzten Endes wird der Abschied vom Ozean wie immer ziemlich schmerzhaft. Vor allem da ich weiß, dass ich dieses Jahr nicht mehr ans Meer kommen werde. Zwar habe ich im Sommer nochmal drei Wochen Urlaub, aber eher in bergigeren und teils deutlich kälteren Gefilden. Danach stehen Praktika, Doktorarbeit und zum Abschluss das zweite Staatsexamen an. Viel Urlaub, Surfen und Sonne wird also in nächster Zeit nicht auf mich zukommen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 21, 2018
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
Aug 21, 2018