Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Medizin studieren

Königswetter

Keine 48 Stunden nach dem Triathlon saß ich bereits – die Beine noch schwer – im Flieger nach Oslo, von wo es mit dem Zug und dann weiter mit dem Bus an den Südrand des Reinheimen-Nationalparks in Norwegen gehen sollte.
Eine elf- bis zwölftägige Wanderung mit Zelt, Rucksack und Verpflegung war geplant. Bei meiner letzten Norwegen-Reise 2015 hatten mein Kumpel und ich knappe drei Wochen Zeit, sind jedoch maximal sieben Tage am Stück gewandert. Doch diesmal wollten wir uns für eine längere Zeit voll und ganz auf das Laufen und die Natur konzentrieren können.
Deutsche Höchsttemperaturen im Rücken hofften wir, im hohen Norden auf etwas kühlere Luft zu stoßen, denn mit über 20 Kilo schweren Rucksäcken auf dem Rücken machen 20 Kilometer in gebirgigem Gelände bei hohen Temperaturen eher weniger Spaß.
Es war dann weder besonders heiß, noch angenehm kühl: 20 Grad und Sonnenschein brachten uns ordentlich zum Schwitzen, sodass wir bis zu neun Liter Wasser am Tag tranken.
Kurz vor Beginn der Tour hatte uns noch ein Einheimischer verraten, dass dies der trockenste Sommer Norwegens seit 1947 sei. Anders als im Süden jedoch bestand bei uns keine Waldbrandgefahr: Steine und Seen brennen nicht so gut, und viel mehr gab es bei uns nicht.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Oct 16, 2018
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Oct 16, 2018

Medizin studieren

Mit am Tisch

Der OP ist eine Welt für sich eine, die ich bisher nur als Zuschauer kennenlernen durfte, ohne Verantwortung für den Patienten. Jetzt darf ich mit an den Tisch. Deshalb bin ich auch in die Unfallchirurgie: um bei möglichst vielen Operationen dabei zu sein und herauszufinden, ob ich mir vorstellen kann, später selbst Unfallchirurg zu werden.
Die erste Herausforderung ist es, steril bis an den Operationstisch zu kommen. Dazu gehört, sich richtig zu waschen, angezogen zu werden und nichts anzufassen.
Als Assistent muss ich eine goldene Regel befolgen: Nicht selbst denken! Das fällt mir schwer, ich ergreife gerne Initiative, und will zeigen, dass ich die Arbeitsschritte verstanden habe und selbstständig durchführen kann. Doch während einer OP könnte das gefährlich werden.
Der Ton im OP ist rau. Trotz aller Sicherheit und Erfahrungen werden die Chirurgen auch mal nervös, wenn etwas nicht nach Plan läuft – aus Zeitdruck, aber auch aus Angst, schwerwiegende Fehler zu machen. Der Verlauf einer OP lässt sich nicht immer genau vorhersagen und manchmal müssen rasche Entscheidungen getroffen werden. Operationen sind immer mit Risiken verbunden, deren sich die Patienten zwar bewusst sind, mit denen sie aber nicht wirklich rechnen. Zum Glück war es bei keiner der Operationen der Fall, dass jemand in Lebensgefahr schwebte. Insgesamt muss ich sagen, dass die Chirurgen sehr gute Arbeit leisten, sofern ich das beurteilen kann. Es ist nie etwas schief gegangen, in unglaublicher Präzision und Geschwindigkeit haben Menschen hier Hüft- und Knieprothesen erhalten und damit auch eine höhere Lebensqualität zurückbekommen.
Der OP ist hart, aber er gefällt mir.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  Oct 11, 2018
Autor: Thilo
Rubrik: studium
Oct 11, 2018

Medizin studieren

Bombenstimmung

Dass Sportveranstaltungen bei gutem Wetter und im Freien das Potenzial haben, Gute-Laune-Feste zu werden, wusste ich bereits – so auch der Münster Triathlon. Aber es selbst zu erleben, ist etwas ganz anderes. Hunderte Zuschauer riefen mir zu, als ich ins Ziel einlief. Mein erster Wunsch wurde somit erfüllt.
Mein Zweites Ziel war es, sportlich nicht komplett zu versagen – auch das schaffte ich ganz gut! Dabei sprach zu Beginn wenig dafür: Das Schwimmen über 1.500 Meter war hart. Es rächte sich, dass ich ausschließlich im Becken trainiert hatte und keinerlei Erfahrung mit dem Schwimmen in offenen Gewässern hatte. Ich brauchte viel länger als im Training. Umso besser klappte dafür das Radfahren. Zwar kam ich mir mit meinen Schlaufenpedalen wie ein Amateur unter Profis vor, aber meine Zeit war deutlich besser als erwartet. Dann kam der Zehnkilometerlauf: extrem hat, aber ein unfassbar tolles Erlebnis! Die Zuschauer holten, genau wie die Läufer nochmal alles aus ihren Lungen heraus, um uns alle ins Ziel zu schreien!
Dort angekommen war ich erst mal verdattert. Ich war ganze zehn Minuten früher im Ziel als erwartet. Die dabei freigesetzten Glücksgefühle sind nur schwer in Worte zu fassen. Egal, welche sportlichen Ambitionen man hegt: Es lohnt sich, ein solches Sportevent in Angriff zu nehmen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Oct 9, 2018
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Oct 9, 2018