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Medizin studieren

Ein bereichernder Monat

Als ich mich von meiner Schulfreundin Viktoria verabschiedet habe, bei der ich während meines Praktikums in Leipzig wohnen durfte, wusste ich bereits, dass ich die Zeit hier vermissen werde.
Die vier Wochen in Leipzig habe ich als sehr intensiv, abwechslungsreich, herausfordernd und bereichernd erlebt. Es war spannend, sich mal wieder einer ganz neuen Umgebung zu stellen, in der ich kaum jemanden kannte. Im Krankenhaus habe ich mich durch die Hilfe der Studierenden im Praktischen Jahr und der anderen Famulanten schnell zurecht gefunden, die Ärzte waren allesamt offen, nur an die Führungsriege kam man schwer ran.
Außerdem konnte ich mir ein Bild über die Unfallchirurgie und Orthopädie machen. Vor allem meine Einsätze im OP-Saal waren sehr lehrreich. Ich wusste vorher nicht mal, ob mir während einer Operation schlecht werden würde. Doch mit der Zeit bin ich selbstbewusster geworden und komme nun auch mit dem rauen Umgangston klar.
Ich denke nicht, dass ich Orthopäde werde möchte – an meinem Wunsch, Kinderarzt zu werden, hat diese Famulatur wenig geändert – doch es war spannend, verschiedene Untersuchungstechniken zu lernen. Auch handelt es sich um ein übersichtliches und leicht verständliches Fach, weshalb ich es für die erste Famulatur wärmstens empfehlen kann. Langfristig wiederholen sich die Aufgaben dann aber sehr, mir wäre das auf Dauer zu eintönig.
Rückblickend bin ich froh, die Famulatur nicht in Münster, sondern in Leipzig gemacht zu haben. Ein neues Umfeld ist wirklich erfrischend. Somit kann ich jedem nur ans Herz legen, sich außerhalb des gewohnten Umfeldes nach Praktikumsplätzen Ausschau zu halten – man braucht nur etwas Mut. Für mich ist Leipzig zu einer weiteren Heimat geworden. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch.

 

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  Jan 3, 2019
Autor: Thilo
Rubrik: studium
Jan 3, 2019

Medizin studieren

Mal wieder Pech

Ich fahre gerne zum Klettern in die Fränkische Schweiz. Allerdings habe ich immer Pech mit dem Wetter. Einmal entschloss sich der damals „goldene Oktober“ am Wochenende meiner Ankunft, den Herbst mit Wind, Regen und Kälte einzuläuten - meine Ausrüstung blieb daher trocken und verstaut im Auto. Auch beim nächsten Mal regnete es in der sonst eher trockenen Region um Nürnberg. Und vergangenen August, nach Monaten der Dürre, Hitze und sternklaren Nächten, begann es just an dem Tag zu regnen, an dem ich im Auto von Münster nach Nürnberg saß – im Kofferraum Seile, Karabiner, Kletterschuhe und Gurte. Man könnte meinen, es sei Karma, aber ehrlich gesagt habe ich nicht das Gefühl, etwas verbrochen zu haben. Naja, so jedenfalls blieb mehr Zeit, mal wieder Familie und Freunde zu besuchen. Und immerhin schaffte ich es doch an einem von vier Tagen raus in die Fränkische an den Fels – immerhin besser als nichts. Nur eben nicht so wie gedacht. Immerhin gibt es auch die ein oder andere Möglichkeit, in die Halle auszuweichen, ob zum Klettern oder zum Bouldern! Langeweile kam so definitiv nicht auf.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jan 2, 2019
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jan 2, 2019

Medizin studieren

Auf engstem Raum

Während meiner Zeit in Leipzig konnte ich bei Victoria unterkommen, einer Freundin aus Grundschultagen. Wir hatten wenig darüber nachgedacht, dass wir uns einen Monat gemeinsam ein Zimmer teilen müssen, da sie in einer WG lebt.
Victoria studiert in Halle Erziehungs- und Kommunikationswissenschaften, wohnt aber in Leipzig, weil sie es dort schöner findet. Unser Alltag gestaltete sich komplett unterschiedlich. Ich musste morgens um sieben Uhr bereits im Krankenhaus sein, Victoria schlief hingegen lange aus, bevor sie ihren Tag begann.
Sehr herzlich wurde ich auch von Victorias Mitbewohnern Flo und Fia aufgenommen, die beide schon im Berufsleben stehen. Er arbeitet an einem Institut für Sportwissenschaften, sie ist pharmazeutisch-technische Assistentin in einer Apotheke am anderen Ende der Stadt. Die beiden haben immer vollstes Verständnis dafür gehabt, wenn ich erledigt von der Arbeit kam und erst einmal Ruhe brauchte.
Man lernt einen Menschen nochmal ganz anders kennen, wenn man einige Wochen auf kleinem Raum mit ihm unter einem Dach wohnt und miteinander auskommen muss. Zwar kennen Victoria und ich uns schon seit dem achten Lebensjahr und haben so manches zusammen erlebt, doch kommt man selten mit den Alltagsgewohnheiten eines Menschen so sehr in Berührung. Man lernt die Macken und Ticks voneinander kennen und muss sich bei alltäglichen Sachen wie Waschen und Einkaufen abstimmen. Doch haben wir jede Alltagsherausforderung gut gemeistert. Es war nicht immer einfach, wir sind uns schon das eine oder andere Mal auf die Nerven gegangen, aber ich behalte die Zeit überaus positiv in Erinnerung. Was nach hinten hätte losgehen können, hat Victorias und meine Freundschaft sogar noch wachsen lassen. Und ich würde es genauso nochmal machen. An dieser Stelle: Danke, Victoria! Es ist schön, ein eine langjährige Freundin zu haben, auf die ich mich verlassen kann.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  Dec 18, 2018
Autor: Thilo
Rubrik: studium
Dec 18, 2018