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Medizin studieren

Schlussspurt Doktorarbeit

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

26.02.2019

Als mein letztes Studiensemester begann, lag ich auch mit meiner Dissertation in den letzten Zügen. Ich musste nur noch wenige Änderungen einfügen und einen abschließenden Vortrag über das Forschungsprojekt und den aktuellen Stand halten.
Ich konnte mich kaum von meiner Arbeit lösen, bis ich mich dann – mit gemischten Gefühlen – schließlich doch zum Copyshop aufmachte, um die Arbeit in den Druck zu geben. Die letzten Tage waren enorm nervenaufreibend gewesen. Umso länger ich mich mit der Arbeit beschäftigte, umso unsicherer wurde ich. Mir kamen Zweifel, ob ich mit dieser Arbeit wirklich das Recht verdient hätte, einen Doktortitel zu tragen. Gefühle, die, so hörte ich, ziemlich vielen Doktoranden durch den Kopf gehen.
Als die Arbeit dann gedruckt war, ging ich nach Hause und blätterte sie nochmal durch – das hätte ich wohl nicht tun sollen. Denn selbstverständlich habe ich Fehler entdeckt, die mir durchgerutscht sind. In diesem Fall einer, den ich nicht stehen lassen konnte.
Der Besitzer des Copyshops lachte, als ich am nächsten Tag wieder da stand und das Ganze nochmal ausdrucken lassen wollte. Aber Verständnis hatte er auch und gab mir netterweise einen Rabatt. Er sagte: „Ich möchte an deinem Stress ja auch nicht übermäßig viel verdienen!“ Das werde ich so schnell jedenfalls nicht vergessen.
Wie auch immer, das Einreichen der Arbeit im Promotionsbüro war ein unglaublich erleichterndes Gefühl. Eine Last, die mich zweieinhalb Jahre begleitet hatte, wurde mir von den Schultern genommen!
Die nächste Herausforderung kündigte sich zwar schon an, aber zunächst wurde die Abgabe gefeiert – eins nach dem anderen!

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