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Medizin stuiden

Mein letztes Semester

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

05.03.2019

Nach gefühlt unzähligen Semestern war es schließlich so weit: Mein letztes Semester im Medizinstudium ging zu Ende. Während ich meine letzten Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht absolvierte, versuchte ich dem „Nostalgie-Sog“ vieler Kommilitonen zu entkommen. Was deutlich schwerer war als gedacht, denn es war tatsächlich ein komisches Gefühl zu wissen, dass das Studium bald vorbei sein würde und das Staatsexamen vor der Tür steht. Aber irgendwie gingen bei mir dann doch alle sentimentalen Gefühle im Dissertationsstress unter. Und auf einmal wachte ich auf und dachte: Okay, du musst jetzt das letzte Mal um 8.15 Uhr zu einer Vorlesung. Deine Kommilitonen siehst du jetzt nur noch in deiner Freizeit. In zwei Stunden ist der Uni-Alltag vorbei. Und damit war die Sentimentalität auf einen Schlag doch da.
Die letzte Vorlesung war ziemlich gut. Wie schon fast alle Kinderheilkunde-Vorlesungen zuvor. Der Professor schaffte es, die Stimmung im Saal aufzugreifen und uns Tipps mitzugeben. So viel persönliche Anteilnahme hatte bislang kaum ein Professor erkennen lassen. Und auch die entscheidende pädiatrische Botschaft gab er uns mit auf den Weg: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!“.
Nach neun Semestern, in denen ich extrem viel über Erwachsenenmedizin gelernt hatte, war ich im Abschluss-Semester doch ziemlich erstaunt, wie anders Kinder funktionieren. Es kommt eben nicht von ungefähr, dass Pädiatrie ein eigenständiges, ziemlich großes Fachgebiet in der Humanmedizin ist.

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