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Medizin studieren

Nationalpark-Hopping

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

13.12.2019

Nach dieser eher verstörenden Episode versuchte ich, so schnell wie möglich weiterzureisen, um das mulmige Gefühl hinter mir zu lassen. Also arbeitete ich mich weiter in den Süden vor, bis ich im Nationalpark Marino Ballena ankam. Was diesen Nationalpark einen Wiedererkennungswert gibt, ist, dass eine Landzunge so mit einem Steinriff verbunden ist, dass es aus der Vogelperspektive wie eine Walflosse aussieht. Kurioserweise wird dieses Gebiet im Herbst von kalbenden Buckelwalen aufgesucht. Aus Tierschutzgründen entschied ich mich gegen eine Whale-Watching-Tour, erkundete aber den Strand des Nationalparks ausgiebig.
Nach ein paar Tagen zog ich noch weiter nördlich in den bekanntesten Nationalpark Costa Ricas. Hier machte sich das frühe Aufstehen wirklich bezahlt, denn während ich um sieben Uhr tatsächlich kleine Kaimane, Äffchen und Aras, also große bunte Papageien sah, vertrieben die lauten Scharen amerikanischer Touristen ab zehn Uhr alle Tiere im Umkreis von hundert Metern. Lediglich die Faultiere hingen nach wie vor im Blätterdach und erweckten nicht den Anschein, sich von irgendwas aus der Ruhe bringen zu lassen.
Froh war ich am Ende dann doch, als ich dem Touristentrubel entkommen konnte und weiter ins costaricanische Zentraltal zog. Hier, auf über 1.500 Metern gelegen, war das Klima angenehmer und von Touristen war weit und breit keine Spur! Mit einem Mietwagen düste ich auf den höchsten Vulkan des Landes. Bei gutem Wetter hätte man von dort sowohl den Atlantik als auch den Pazifik sehen können sollen, doch in der Regenzeit zu reisen hat eben gewisse Nachteile. Nach ein paar Tagen ging es zurück nach San José, von wo der nächste Reiseabschnitt an die Karibikküste losgehen sollte. Erster Halt: der bekannte Tortuguero-Nationalpark, bekannt für die dort an Land gehenden und Eier ablegenden Schildkröten.

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