interaktiv

Zwischen Studium & Beruf

Warum will mich denn keiner?

Autor:
Nele

Rubrik:
beruf & karriere

16.09.2019

Es ist doch echt zum Mäusemelken, schon wieder eine Absage. Ich möchte einen Job, das kann doch nicht so schwer sein, Leute. Weil mich die Absage frustriert, beschließe ich erst einmal eine Runde joggen zu gehen und fühle mich danach auch sehr viel besser. Neues Spiel, neues Glück. Weitersuchen. Selbstverständlich thematisiere ich meine Jobsuche auch häufiger im Bekanntenkreis und einige Tage später weist mich eine Freundin auf eine Firma hin, die noch nach Mitarbeitern sucht. Zwar nicht in einer Branche, die ich eigentlich ins Auge gefasst hatte, aber doch etwas, was ich mir vorstellen könnte. Daher melde ich mich kurzentschlossen dort und bekomme vorerst eine positive Rückmeldung. Endgültig Bescheid bekomme ich zwar noch, aber das macht mir Mut.
Nach dem Vorstellungsgespräch denke ich wieder ernsthaft über meine Zukunft nach: Jobs vor allem im selbstständigen Bereich, sei es als Journalistin, Promoterin, Texterin oder Nachhilfelehrerin könnte ich mir sehr gut vorstellen, weil ich dabei meine Zeit selbst einteilen und meine Arbeitsweise weitestgehend selbst bestimmen kann. Nebenbei würde ich natürlich trotzdem noch gerne promovieren. Gegen eine Vollzeitstelle als Onlineredakteurin oder wissenschaftliche Mitarbeiterin hätte ich natürlich auch nichts einzuwenden, allerdings wie heißt es so schön: Im Leben kommt es immer anders als man denkt.
Manch einer hält mich vielleicht für unentschlossen, dass ich nicht wüsste, was ich will. Das sehe ich anders, denn ich weiß genau, was ich möchte und was ich kann. Meine vielen Interessen und Leidenschaften empfinde ich dabei eher als Vorteile, nur wenn das eine nicht funktioniert, probiere ich eben Plan B aus. Und wenn der auch nicht so läuft wie geplant, hat das Alphabet noch sehr viel weitere Buchstaben. Ich bin flexibel. Ich bin mir sicher, dass ich am Ende einen Job ausüben werde, der mich glücklich macht und bei dem mein Arbeitsumfeld passt. Nette Kollegen sollte man schließlich nicht unterschätzen. Vielleicht muss ich anfangs auch auf eine Übergangslösung ausweichen, aber selbst da werde ich mich bemühen, das Beste aus der Situation zu machen, weil es in meinem Leben nur eine Richtung gibt und die ist vorwärts!

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