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Zwischen Studium & Beruf

Nachbarschaftszentren

Ich möchte gern Französisch lernen! Da die Jobsuche bei sozial- und geisteswissenschaftlichen Studienrichtungen ja mal locker ein halbes Jahr dauern kann, ist für mich nun der optimale Zeitpunkt, mich mit einer neuen Sprache intensiv auseinanderzusetzen. Leider wurde mein Plan dadurch etwas ausgebremst, dass momentan kein Kurs an der Uni oder den Volkshochschulen startet. Also entdeckte ich die Berliner Nachbarschaftszentren, die ich noch gar nicht kannte. Dort werden generationsübergreifend Kurse für Anwohner angeboten. In dem Zentrum bei mir um die Ecke finden unter anderem Gedächtnissport, Yoga, Gitarren- und Photoshop-Kurse sowie ein Brettspieletreff statt – Französisch wird auch angeboten.  Auf gut Glück ging ich einfach mal zu dem Kurs, der von einer pensionierten Französischlehrerin gehalten wird, und wurde sehr nett von einer Gruppe Senioren aufgenommen.

Das Lernen dort ist absolut stressfrei und obwohl ich bislang kaum ein Wort in Französisch korrekt aussprechen kann, fühle ich mich bestens integriert und lerne spielerisch jedes Mal etwas Neues dazu. Kleine Texte wechseln sich mit Dialogen, Spielen, Gedichten, Liedern und Diktaten ab. Wenngleich ich so die Sprache vielleicht nicht besonders schnell lerne, freue ich mich schon jetzt auf das nächste Treffen.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 17, 2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
Feb 17, 2016

Zwischen Studium & Beruf

Beruf oder Berufung

Mir gefällt der Gedanke, dass, wenn man keinen Beruf findet, der einem zusagt, man sich den Beruf vielleicht selbst schaffen muss. Gut, manchmal muss man vielleicht auch nur besser suchen und sich im Klaren sein, was einem liegt und was man möchte.

Ich habe jedenfalls mittlerweile verschiedene Orientierungs- und Karrierefindungsunterlagen durchgearbeitet. Dazu gehörten unter anderem inspirierende und motivierende Videos. Bei den englischsprachigen Materialen klingt aber oftmals einfach nur das amerikanische „You-can-do-it“ durch, ein „Lass-dich-nicht-runter-kriegen“ und „Du-bist-der-einzige-auf-der-Welt-der-das-schaffen-kann“. Also quasi: Lebe deinen Traum! Egal was es ist – wenn du nur hart genug daran arbeitest und Leute davon überzeugst, wirst du damit auch Geld verdienen. Das erzählen Sportler, Musiker, Künstler und Selbstständige. Was durchschallt ist, dass man seinen aktuellen Job kündigen und keine Zeit verlieren sollte, sich selbst zu verwirklichen.

Mein erster Gedanke dabei war, dass es mir Spaß macht, Mentor zu sein und andere bei ihrem Werdegang durch Rat, Tat und Motivation zu begleiten. Im Wochenrhythmus Leuten zu helfen, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, motivierende Reden zu halten und durch Taten zu inspirieren, würde mich bestimmt glücklich machen. Das wäre dann vielleicht meine Berufung und mein Lebenslauf.

Soll ich mich also selbstständig machen? Ich finde es aber immer noch ein bisschen komisch, sich selbst so in den Mittelpunkt zu stellen und einfach sein Ding zu machen – was mich auch definitiv noch davon abhält. Aber das kann ich vielleicht auch lernen. Andererseits gibt es mittlerweile viele Stellen im Bereich Personalmanagement, bei Bildungseinrichtungen oder anderen großen Organisationen, die Berater und Workshopleiter suchen. In Großbritannien gibt es meines Wissens sogar private Bildungsunternehmen, die in Schulen gehen und Schüler dort mit Tipps und Tricks für den Abschluss motivieren. Also soll ich nun zurück zu meiner Berufung, erst einmal einen Beruf ausüben oder doch Lehrer werden?

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 11, 2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
Feb 11, 2016

Zwischen Studium & Beruf

Jobsuche, dann mal los!

Die erste Frage: Wo suche ich nach Stellenanzeigen? Da viele meiner Kommilitonen schon länger in der Bewerbungsphase sind, fragte ich sie zunächst nach ihren „Lieblingsportalen“. Die Liste dieser Portale ist bei mir mittlerweile auf fünf Seiten gewachsen, da ich viele gute Tipps bekam. Einige Portale sind allgemeiner, einige nur für bestimmte Jobs oder Regionen. Es lohnt sich auf jeden Fall, Personen mit ähnlichen Suchpräferenzen zu fragen, was sie empfehlen können. Ich habe mir nun einige Portale rausgepickt, die viele Stellen für meinen Bereich ausweisen.

Doch schon taucht die zweite Frage auf: Was suche ich eigentlich? Eine Referentinnentätigkeit? Eine Assistentenstelle? Oder vielleicht doch eher eine wissenschaftliche Mitarbeit? Nein, Promotion eher nicht. Was ist mit Sachbearbeitung? Entspricht das noch meiner Qualifikation? Projektmitarbeit klingt nett. Soll ich mutig sein und es auch als Projektleiterin oder Geschäftsführerin versuchen oder erst einmal Beraterin werden? Sind Volontariate und Traineestellen sinnvolle Einstiegsmöglichkeiten? Ich muss mir überlegen, wo die Reise hingehen könnte. Die Palette, die mich interessiert, reicht von der wissenschaftlichen und inhaltlichen Themenbearbeitung über Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, bis zur Durchführung von Projekten, Monitoring, Gremienarbeit und Koordination.

Ich bin froh, in vielen Bereichen Erfahrungen vorweisen zu können, doch es ist trotzdem nochmal eine Kunst für sich, mit einem einfachen Anschreiben zu überzeugen. Es gibt so viele Spielregeln, die sich teils widersprechen. Spannend fand ich den Tipp, aufzuzählen, was man nicht kann, oder durch das Design der Bewerbung aufzufallen. Vor allem amerikanische Webseiten geben da ein paar interessante Tipps, um sich von der „grauen Masse“ abzuheben. Meine eigene Erfahrung ist, dass anrufen sehr hilfreich sein kann. Denn so weiß man schon vorher, wo die Herausforderungen der Stelle liegen und was die Hauptanforderungen sind.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Feb 10, 2016
Autor: Anni
Rubrik: studium
Feb 10, 2016