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Zwischen Studium & Beruf

Also doch Lehrer?

Ich bin auf ein sehr interessantes Programm gestoßen, das Uniabsolventen aus verschiedenen Studiengängen in Problemschulen schickt, nachdem sie zuvor als Lehrkräfte ausgebildet worden sind. Gesponsert wird „Teach First“ von großen Unternehmen. Der Einsatz geht über zwei Jahre und soll dabei helfen, Chancenungleichheiten im Bildungswesen zu reduzieren. Weil ich glaube, dass dies in Großbritannien aufgrund der hohen Anzahl an privaten Schulen vielleicht noch eine größere Herausforderung ist als in Deutschland, bewarb ich mich dort und wurde tatsächlich nach London zu einem Assessment-Center eingeladen. Dabei absolvierte ich ein Bewerbungsgespräch, löste eine Fallstudie, unterzog mich einer kleinen Lehrprobe, evaluierte mich stetig selbst und gab viel Feedback. Das Angenehme war, dass wir 26 Bewerber nicht in direkter Konkurrenz zueinander standen, da wir uns alle für verschiedene Fächer beworben hatten. Dennoch war das Programm hart und forderte mir einiges ab.

Sollte ich genommen werden, könnte ich so einen Abschluss in Erziehungswissenschaften erreichen, der mir auf ein späteres Masterstudium angerechnet würde, was ich mir gut vorstellen könnte. Drückt mir also die Daumen, dass ich ausgewählt werde.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 16, 2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
Mar 16, 2016

Zwischen Studium & Beruf

Der erste Monat Projektmanagement

Ich habe nun den ersten Monat des Projektmanagementkurses geschafft und mein Kopf raucht. Der Kurs besteht aus 14 Personen und ich bin die zweitjüngste Teilnehmerin. Der Großteil der Mitglieder ist zwischen 30 und 45 Jahren alt und alle kommen aus ganz unterschiedlichen Berufen. Von IT bis Kulturanthropologie ist alles dabei. Auch haben wir alle ganz unterschiedliche Vorkenntnisse. Einige Teilnehmer bringen Erfahrung als Projektleiter mit, andere kamen noch nie in Berührung mit Projektarbeit. Alles in allem eine Riesenherausforderung für das Lehrpersonal! Zum Glück hatten wir einen unglaublich guten Trainer, der sowohl inhaltlich als auch pädagogisch sehr kompetent ist. Er schafft es, alle Teilnehmer aktiv einzubinden und das Gelernte direkt in Übungsaufgaben anwenden zu lassen.

Bisher ging es vor allem um die Phasen des Projektstarts, der Initialisierung und Zieldefinition. Während eines Planspiels sollte unser Team zum Beispiel den Neubau einer Halle für einen Oldtimer-Verein planen. Ich habe die Funktion der Moderatorin übernommen. Meine Aufgabe war es, die unterschiedlichen Positionen und alle Teammitglieder miteinzubeziehen. Als Leitung musste ich zudem Entscheidungen treffen, für diese auch einzustehen und den Überblick behalten.

Auch die Projektkommunikation nahm einen großen Teil des Unterrichts ein. Aufgrund meines Studiums der Kommunikationsstörungen und der Friedens- und Konfliktforschung bringe ich sehr viel Wissen in interdisziplinärer Gruppenarbeit, Konfliktbewältigung, Teambuilding, Mediation und Verhandlungsstrategien mit. Das kommt mir nun zugute. Dennoch ist es für mich eine sehr spannende Erfahrung, diese Inhalte in einem neuen Kontext anzuwenden. Aus dem Kurs nehme ich bereits jetzt viele spannende Impressionen mit, doch es ist auch wirklich anstrengend. Auch deshalb freue ich mich sehr auf Ostern und eine kurze Pause.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 14, 2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
Mar 14, 2016

Zwischen Studium & Beruf

Und dann doch wieder in der Schule?

Irgendwie komisch war das dann doch, sechs Jahre nach dem Abi wieder in meinem alten Schulzentrum zu sein. Aber im Moment deuten alle Zeichen für mich darauf hin, dass ich im Bildungswesen aktiv werde. Ich selbst war der Schulbildung immer ein bisschen kritisch gegenüber gestanden. Wie sollten Lehrer, die nie in der freien Wirtschaft gearbeitet hatten, wissen, wie sie uns darauf vorbereiten können? Mittlerweile hat sich meine Meinung gerade auch durch die sogenannten Gesamt-oder Werksrealschulen geändert.

Obendrein hat sich in unserer Stadt eine Montessori Initiative gebildet, die dem Pädagogik-Motto “Helfen sich selbst zu helfen” folgt. Hier agiert der Lehrer eher als Lernhelfer, was ich sehr interessant finde. Zwei Tage in der Woche verbringt die Montessori-Klasse in einem Freilandmuseum und darf dort nach den Tieren schauen, auf dem Hof mithelfen, ein Haus renovieren, Kochen oder anderen Projekten nacheifern. Gleichzeitig wird aber auch der reguläre Lernstoff in eigenständigen Lernphasen erarbeitet. In der Montessori-Klasse sitzen drei Jahrgangsstufen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus in einer 28-köpfigen Klasse zusammen. Welchen Abschluss die Schüler am Ende machen, ist offen. Einige werden aufs Gymnasium gehen, andere werden nach dem Hauptschulabschluss aufhören – das macht keinen besser als den anderen. Ich finde es super, dass sich alle gegenseitig unterstützen.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 9, 2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
Mar 9, 2016