interaktiv

Zwischen Studium & Beruf

Die Rückeroberung der Freizeit

Autor:
Anni

Rubrik:
orientieren

29.03.2016

Meine Weiterbildung hat sich zum Freizeit-Killer entwickelt. Neben der Präsenzzeit, die zwischen sieben und acht Stunden liegt, muss ich eine umfangreiche Projektarbeit vom Volumen einer Masterarbeit schreiben. Hinzu kommt noch, dass ich mich bewerben muss. Als ich diese Woche aus meinem vierten Vorstellungsgespräch kam, fühlte ich mich nur noch leer und ausgelaugt. Ich brauche definitiv wieder mehr schöne Freizeit!

Also entschloss ich mich, den sogenannten „Kultursonntag“ einzuführen. Sonntags ist der ideale Tag, um sich von den Alltagssorgen zurückzuziehen und Energie zu tanken. Mit dem „berlinpass“ habe ich zudem unschätzbare Privilegien, die es zu nutzen gilt. Den Pass kann man beispielsweise beantragen, wenn man Hartz IV bezieht. Mit diesem habe ich freien Eintritt in alle staatlichen Museen und auch sonst oft vergünstigten Zutritt. Es ist also gerade ein absolut passender Moment, um sich alle Museen anzusehen und das kulturelle Leben der Stadt voll auszuschöpfen – zumal ich noch nicht weiß, wohin die (Job-)Reise letztlich gehen wird.

Meine erste Station war der Hamburger Bahnhof, Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst in Berlin. Es gibt dort eine tolle Dauerausstellung von Joseph Beuys. Berge von Fettmasse türmen sich im Inneren, die fast schon eher aus physikalischer als aus künstlerischer Sicht interessant sind. Vor einem Besuch sollte man unbedingt mal versuchen zu schätzen, wie lange zwanzig Tonnen Fett wohl zum Auskühlen brauchen.

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